Aulonocara spec.
Wissenschaftlicher Name
Aulonocara spec.
Aulonocara spec.
Ordnung
Cichlidae (Buntbarsche)
Cichlidae (Buntbarsche)
Familie
Cichliformes (Buntbarschartige) oder traditionell Perciformes (Barschartige)
Cichliformes (Buntbarschartige) oder traditionell Perciformes (Barschartige)
Name
Kaiserbuntbarsch (auch "Peacock Cichlid", "rubin red")
Kaiserbuntbarsch (auch "Peacock Cichlid", "rubin red")
Herkunft
Ostafrika (endemisch im Malawisee)

Ostafrika (endemisch im Malawisee)
Lebensraum
Übergangszone zwischen sandigen Flächen und Felsriffen (Wassertiefen von 10 bis 30m).
Übergangszone zwischen sandigen Flächen und Felsriffen (Wassertiefen von 10 bis 30m).
Ernährung
Überwiegend fleischfressend (Karnivor); filtert kleine Wirbellose und Krebstiere aus dem Sand.
Überwiegend fleischfressend (Karnivor); filtert kleine Wirbellose und Krebstiere aus dem Sand.
Größe
ca. 9 - 15 cm Männchen werden meist deutlich größer als Weibchen)
ca. 9 - 15 cm Männchen werden meist deutlich größer als Weibchen)
Lebenserwartung
7 bis 10 Jahre (bei artgerechter Pflege)
7 bis 10 Jahre (bei artgerechter Pflege)
Temperatur
24° - 27° C
24° - 27° C
pH-Wert
7,5 - 8,5 (alkalisch)
7,5 - 8,5 (alkalisch)
Gesamthärte
5° - 15° dGH (mittelhart bis hart)
5° - 15° dGH (mittelhart bis hart)
Karbonathärte
5° - 10° dKH
5° - 10° dKH
Haltung
Aquarium ab 240 Litern (besser ab 300 l); feiner Sandboden zum Durchkauen und Steinaufbauten als Sichtschutz zwingend erforderlich.
Aquarium ab 240 Litern (besser ab 300 l); feiner Sandboden zum Durchkauen und Steinaufbauten als Sichtschutz zwingend erforderlich.
Schwierigkeitsgrad
Für ambitionierte Anfänger mit Grundwissen über Malawi-Aquaristik geeignet.
Für ambitionierte Anfänger mit Grundwissen über Malawi-Aquaristik geeignet.
Sozialverhalten
Innerartlich territorial; Haremshaltung (1 Männchen mit mehreren Weibchen) wird empfohlen, um den Stress aufzuteilen.
Innerartlich territorial; Haremshaltung (1 Männchen mit mehreren Weibchen) wird empfohlen, um den Stress aufzuteilen.
IUCN-Status
Nicht bewertet / Abhängig von der genauen Art (Viele wilde Aulonocara-Arten gelten als gefährdet (VU), künstliche Aquarien-Zuchtformen besitzen jedoch keinen Wildstatus.
Nicht bewertet / Abhängig von der genauen Art (Viele wilde Aulonocara-Arten gelten als gefährdet (VU), künstliche Aquarien-Zuchtformen besitzen jedoch keinen Wildstatus.
Verbreitungskarte & Fundort
Aulonocara spec., seltener auch als Aulonocara sp. abgekürzt, ist keine eigenständige, wissenschaftlich beschriebene Art, sondern eine Sammelbezeichnung in der Ichthyologie und Aquaristik. Das Kürzel steht für das lateinische Wort „species“ und signalisiert, dass diese Tiere eindeutig der Gattung Aulonocara angehören, aber bisher keiner der etablierten Arten zweifelsfrei zugeordnet werden konnten oder noch auf ihre offizielle wissenschaftliche Erstbeschreibung warten. Unter dieser Bezeichnung werden im Fachhandel sowohl neu entdeckte Standortvarianten aus dem Malawisee als auch im Aquarium entstandene, selektiv gezüchtete Farbformen und Hybriden geführt, was diese Gruppe zu einer der dynamischsten und am heftigsten diskutierten innerhalb der Non-Mbunas macht.
Optik & Verhalten
Das optische Erscheinungsbild dieser Gruppe lässt sich aufgrund der Vielfalt nicht pauschal beschreiben, da es stark davon abhängt, um welche spezifische Form es sich handelt. Bei den unbeschriebenen Wildformen zeigen die Männchen oft faszinierende, fließende Farbübergänge von hellem Gelb über leuchtendes Blau bis hin zu Violett, während künstliche Zuchtformen wie der bekannte Aulonocara Fire Fish oder der Eureka gezielt auf extreme, unnatürliche Farbtöne wie Knallrot oder intensives Orange selektiert wurden. Allen gemein ist der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus, bei dem die Weibchen mit ihrem matten Graubraun extrem unscheinbar bleiben und meist feine vertikale Streifen aufweisen. Die Männchen erreichen je nach Variante eine Endgröße von zwölf bis fünfzehn Zentimetern, während die Weibchen deutlich kleiner bleiben. Vom Verhalten her spiegeln sie das typische Wesen der Kaiserbuntbarsche wider, agieren mäßig territorial, zeigen imposante Balzspiele und gelten im Vergleich zu den Mbunas als besonnen und ruhig.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Sofern es sich um echte Wildformen und nicht um Aquarienzuchten handelt, liegt der Ursprung dieser Fische ausnahmslos im afrikanischen Malawisee. Sie leben dort endemisch und besiedeln oft sehr kleine, isolierte Biotope, wie neu entdeckte Riffe oder tiefer gelegene Abschnitte der klassischen Übergangszone, in denen Felsen in weite Sandflächen übergehen. Diese geografische Isolation ist auch der Grund, warum viele dieser Populationen morphologisch oder farblich leicht abweichen und daher vorerst als eigene Spezies deklariert werden. Die Fische nutzen die felsigen Spalten als Schutz- und Brutraum, während sie zur Nahrungssuche die offenen Sedimentflächen aufsuchen. Künstlich erzeugte Zuchtformen hingegen besitzen keinen natürlichen Lebensraum und existieren ausschließlich in menschlicher Obhut.
Artgerechte Haltung im Aquarium
Die erfolgreiche Pflege dieser Cichliden erfordert ein Aquarium mit einem Mindestvolumen von dreihundert bis dreihundertfünfzig Litern, da ausreichender Schwimmraum und Platz für die Revierbildung der Männchen gewährleistet sein müssen. Unabhängig von der genauen genetischen Herkunft ist auch hier die Haremshaltung die einzig artgerechte Option. Ein einzelnes Männchen sollte immer mit einer Gruppe von mindestens drei oder vier Weibchen vergesellschaftet werden, damit sich die intensive Aufmerksamkeit des Männchens während der Paarungszeit aufteilt und kein Weibchen durch permanenten Stress Schaden nimmt oder gar zu Tode gejagt wird.
Aquarium-Einrichtung
Die Aquariengestaltung sollte sich strikt an der natürlichen Übergangszone orientieren, um den Fischen ein artgerechtes Umfeld zu bieten. Der Bodengrund muss zwingend aus feinem, abgerundetem Sand bestehen, da die Tiere instinktiv den Boden nach Futterpartikeln durchsiebe und den Sand durch die Kiemen ausstoßen. Entlang der Rück- und Seitenwände müssen stabile und kippsichere Steinaufbauten platziert werden, die bis in die mittleren oder oberen Wasserschichten ragen. Diese Formationen müssen so angeordnet sein, dass sie geräumige Höhlen und dunkle Rückzugszonen bilden, in denen unterdrückte Tiere oder maulbrütende Weibchen Schutz finden. Der Vordergrund muss als großzügige Freiwasserzone unstrukturiert bleiben, während barschfeste Pflanzen wie Anubias optional als optische Auflockerung eingebracht werden können.
Wasserwerte & Technik
Die Pflege erfordert die typischen, stabilen Wasserparameter des Malawisees, die penibel kontrolliert werden müssen. Der pH-Wert muss sich konstant im alkalischen Bereich zwischen 7,5 und 8,5 bewegen, da saure Bedingungen für diese Cichliden hochgradig schädlich sind. Die Gesamthärte sollte in einem mittleren bis harten Bereich von etwa 10 bis 20 Grad deutscher Härte liegen, und die Temperatur wird idealerweise auf 24 bis 26 Grad Celsius temperiert. Eine leistungsstarke Filterung mit hoher biologischer Reinigungskapazität ist unerlässlich, um das Wasser kristallklar zu halten und Schadstoffe wie Nitrit sofort abzubauen. Eine zusätzliche Strömungspumpe und wöchentliche Teilwasserwechsel von mindestens dreißig Prozent sichern den konstant hohen Sauerstoffbedarf der Tiere.
Gruppenhaltung & Sozialverhalten
Im Sozialgefüge zeigen diese Fische das klassische, hierarchische Verhalten der Gattung. Die Haltung mehrerer Männchen in einem gewöhnlichen Wohnzimmeraquarium führt unweigerlich zu heftigen Revierkämpfen und permanentem Stress, weshalb man sich auf ein einziges Männchen beschränken sollte. Das dominante Männchen besetzt ein kleines Revier nahe einer Höhle und wirbt mit weit abgespreizten Flossen und zitternden Körperbewegungen um die vorbeischwimmenden Weibchen. Die Weibchen verhalten sich untereinander friedlich und halten sich außerhalb der Paarungsphasen meist in losen Gruppen im freien Schwimmraum auf, um den Blicken des Männchens zu entgehen.
Vergesellschaftung mit anderen Arten
Aulonocara spec. - "rubin red"
Auloncara "Red Rubin" hat einen blauen Kopf und einen blauroten Körper. Dominante Männchen färben sich dunkelrot. Weibchen variieren von silber bis braun. Da rote Farben bei Malwiseechiliden nicht häufig vorkommen, ist dieser Zierfisch eine Bereicherung für jedes ostafrikanisches Aquarium.
Aulonocara spec. - "mamelela"
Nachfolgend finden Sie einige Cichliden, die wir in unser Zuchtprogramm aufgenommen haben.
Die Gattung Aulonocara lebt endemisch im ostafrikanischen Malawisee. Hier bewohnen die Kaiserbuntbarsche die Felsenzonen. Als Nahrung dienen ihnen kleine Wirbellose, die aus dem Sand gefiltert werden. Im Aquarium werden alle gängigen Futtersorten genommen. Nach unserer Erfahrung sollte auf rote Mückenlarven verzichtet werden.
Zum Ablaichen lockt das Männchen das Weibchen in eine vorher ausgehobene Sandmulde. Wie bei allen Malawiseemaulbrütern erfolgt das Ablaichen in kreisenden Bewegungen. Nach 21 Tagen entlässt das Weibchen 20 bis 50 acht bis zehn Millimeter große Jungfische. Die Weibchen der einzelnen Arten sind silbrig braun und ähneln sich untereinander, sodass es im Gesellschaftsaquarium zu Kreuzungen kommen kann. Um reinrassige Arten zu erhalten, sollte im Zuchtbecken nur eine Farbvariante gepflegt werden.
Die vielen Standortvarianten machten es uns schwer, die beste Auswahl für unsere Zucht zu treffen. Wir entschieden uns für die bekanntesten Arten, sowie für einige schöne Zuchtformen.
Preisgünstig importierte Aulonocara aus Asien haben den Nachteil, dass nur männliche Tiere geliefert werden, bei welchen die Farbe sehr schnell nachlässt.
Zum Verkauf kommen ausschließlich ausgefärbte, geschlechtsreife Fische. Wenn Sie sich als Aquarianer an der Farbenpracht und an dem Brutverhalten dieser Buntbarsche erfreuen möchten, sind wir in der Lage, mehr Weibchen anbieten zu können.
Wenn Sie nun neugierig sind und ein Tier bei den unten vorgestellten Tieren Ihr Interesse findet, kontaktieren Sie bitte Ihren Fachhändler oder suchen Sie sich in der Rubrik "Einkaufen" einen unserer Kunden in Ihrer Nähe aus, welcher die Tiere für Sie bei uns bestellen kann. Sie selbst als Hobbyaquarianer können die Tiere leider nicht direkt von uns bekommen.
Aulonocara spec. - "ob"
Aulonocara Gescheckt "ob" ist eine Zuchtform, bei der jedes Tier ein Unikat ist. Alle Fische sind unterschiedlich gescheckt und variieren in den Farben blau und rot. Diese Zierfische stammen ursprünglich aus Asien und entstanden vermutlich durch die Kreuzung aus verschiedenen Malawichiliden.
Aulonocara spec. - "red chin"
Aulonocara "red chin" ist eine unserer eigenen Zuchtvarianten der Kaiserbuntbarsche aus dem Malawisee. Sie ähneln der Wildform des Aulonocara stuartgranti "red flush" .Unsere Männchen haben jedoch ein leuchtendes Blau und zusätzlich zum Rot hinter den Kiemen und den roten Brustflossen eine rote Afterflosse. Diese Farbkombination ist bei den Aquarianern sehr beliebt. Die schönen Buntbarsche sind im Rot sehr variabel und färben sich sehr früh aus. Weibchen tragen schon ab einer Größe von sechs Zentimetern einige Jungfische aus. Die beschriebene Zuchtform ist neu auf dem Markt und zur Zeit nur bei uns erhältlich.
Aulonocara spec. - "firefish"
Aulonocara "Firefish" ist in seiner Färbung sehr variabel. Männchen können einfarbig rot, mit rotem Kopf und weißrotem Körper oder wie ein Sonnenuntergang, von rot in orange übergehend, gefärbt sein. Die Weibchen sind einfarbig rosa gefärbt. Dieser Maulbrüter ist sehr produktiv. Weibchen haben bei uns schon über einhundert Larven ausgetragen.
Da diese Kaiserbuntbarsche zu den eher friedlichen und weniger durchsetzungsstarken Vertretern des Malawisees gehören, ist eine Vergesellschaftung mit aggressiven Mbunas nicht zu empfehlen. Hervorragend eignen sich stattdessen andere ruhige Non-Mbunas wie Vertreter der Gattungen Copadichromis oder Placidochromis. Eine extrem wichtige Regel gilt für die Haltung verschiedener Aulonocara-Formen: Da die Weibchen der unterschiedlichen Arten und unbeschriebenen Varianten optisch kaum voneinander zu unterscheiden sind, kommt es im Aquarium unweigerlich zu unkontrollierten Kreuzungen. Bei echten Wildformen sollte dies zur Arterhaltung strikt vermieden werden, weshalb pro Becken nur eine einzige Aulonocara-Form gepflegt werden sollte.Auloncara "Red Rubin" hat einen blauen Kopf und einen blauroten Körper. Dominante Männchen färben sich dunkelrot. Weibchen variieren von silber bis braun. Da rote Farben bei Malwiseechiliden nicht häufig vorkommen, ist dieser Zierfisch eine Bereicherung für jedes ostafrikanisches Aquarium.
Aulonocara spec. - "mamelela"
Nachfolgend finden Sie einige Cichliden, die wir in unser Zuchtprogramm aufgenommen haben.
Die Gattung Aulonocara lebt endemisch im ostafrikanischen Malawisee. Hier bewohnen die Kaiserbuntbarsche die Felsenzonen. Als Nahrung dienen ihnen kleine Wirbellose, die aus dem Sand gefiltert werden. Im Aquarium werden alle gängigen Futtersorten genommen. Nach unserer Erfahrung sollte auf rote Mückenlarven verzichtet werden.
Zum Ablaichen lockt das Männchen das Weibchen in eine vorher ausgehobene Sandmulde. Wie bei allen Malawiseemaulbrütern erfolgt das Ablaichen in kreisenden Bewegungen. Nach 21 Tagen entlässt das Weibchen 20 bis 50 acht bis zehn Millimeter große Jungfische. Die Weibchen der einzelnen Arten sind silbrig braun und ähneln sich untereinander, sodass es im Gesellschaftsaquarium zu Kreuzungen kommen kann. Um reinrassige Arten zu erhalten, sollte im Zuchtbecken nur eine Farbvariante gepflegt werden.
Die vielen Standortvarianten machten es uns schwer, die beste Auswahl für unsere Zucht zu treffen. Wir entschieden uns für die bekanntesten Arten, sowie für einige schöne Zuchtformen.
Preisgünstig importierte Aulonocara aus Asien haben den Nachteil, dass nur männliche Tiere geliefert werden, bei welchen die Farbe sehr schnell nachlässt.
Zum Verkauf kommen ausschließlich ausgefärbte, geschlechtsreife Fische. Wenn Sie sich als Aquarianer an der Farbenpracht und an dem Brutverhalten dieser Buntbarsche erfreuen möchten, sind wir in der Lage, mehr Weibchen anbieten zu können.
Wenn Sie nun neugierig sind und ein Tier bei den unten vorgestellten Tieren Ihr Interesse findet, kontaktieren Sie bitte Ihren Fachhändler oder suchen Sie sich in der Rubrik "Einkaufen" einen unserer Kunden in Ihrer Nähe aus, welcher die Tiere für Sie bei uns bestellen kann. Sie selbst als Hobbyaquarianer können die Tiere leider nicht direkt von uns bekommen.
Aulonocara spec. - "ob"
Aulonocara Gescheckt "ob" ist eine Zuchtform, bei der jedes Tier ein Unikat ist. Alle Fische sind unterschiedlich gescheckt und variieren in den Farben blau und rot. Diese Zierfische stammen ursprünglich aus Asien und entstanden vermutlich durch die Kreuzung aus verschiedenen Malawichiliden.
Aulonocara spec. - "red chin"
Aulonocara "red chin" ist eine unserer eigenen Zuchtvarianten der Kaiserbuntbarsche aus dem Malawisee. Sie ähneln der Wildform des Aulonocara stuartgranti "red flush" .Unsere Männchen haben jedoch ein leuchtendes Blau und zusätzlich zum Rot hinter den Kiemen und den roten Brustflossen eine rote Afterflosse. Diese Farbkombination ist bei den Aquarianern sehr beliebt. Die schönen Buntbarsche sind im Rot sehr variabel und färben sich sehr früh aus. Weibchen tragen schon ab einer Größe von sechs Zentimetern einige Jungfische aus. Die beschriebene Zuchtform ist neu auf dem Markt und zur Zeit nur bei uns erhältlich.
Aulonocara spec. - "firefish"
Aulonocara "Firefish" ist in seiner Färbung sehr variabel. Männchen können einfarbig rot, mit rotem Kopf und weißrotem Körper oder wie ein Sonnenuntergang, von rot in orange übergehend, gefärbt sein. Die Weibchen sind einfarbig rosa gefärbt. Dieser Maulbrüter ist sehr produktiv. Weibchen haben bei uns schon über einhundert Larven ausgetragen.
Ernährung & Fütterung
Die Ernährung dieser Fische ist vorwiegend carnivor geprägt, da sie in der Natur kleine Wirbellose, Krebstiere und Insektenlarven aus dem Sand filtern. Hierzu nutzen sie ihre hochsensiblen Sinnesgruben am Kopf, um Beute im Sand zu orten. Im Aquarium erweisen sie sich als unkomplizierte Allesfresser, die hochwertiges Cichliden-Granulat und Flockenfutter problemlos annehmen. Um die volle Farbenpracht und Vitalität zu unterstützen, sollte der Speiseplan regelmäßig durch Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Mysis, Krill oder Daphnien bereichert werden. Auf die Verfütterung von roten Mückenlarven oder Fleisch von Warmblütern muss wegen der Empfindlichkeit des Magen-Darm-Traktes verzichtet werden.
Zucht & Vermehrung
Die Vermehrung im Aquarium verläuft nach dem faszinierenden Prinzip der maternalen Maulbrütung und ist bei guten Haltungsbedingungen meist sehr produktiv. Nach einem intensiven Balzspiel laichen die Tiere über einem flachen Stein oder in einer kleinen Sandmulde ab. Das Weibchen nimmt die Eier sofort in ihr Maul auf und befruchtet sie über den Eifleck-Trick an der Afterflosse des Männchens. Das Weibchen trägt die Brut anschließend für etwa drei bis vier Wochen im Maul aus und nimmt in dieser Zeit keinerlei Nahrung zu sich. Nach dem Entlassen sind die Jungfische voll entwickelt und können sofort mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien in einem separaten Aufzuchtbecken gefüttert werden.
Gesundheit & typische Probleme
Bei optimaler Wasserqualität und artgerechter Fütterung erweisen sich diese Fische als sehr ausdauernde Pfleglinge. Das größte Risiko für ihre Gesundheit geht von chronischem Stress aus, der durch unpassende Beifische oder mangelnde Strukturierung des Beckens entsteht und das Immunsystem schwächt. Dies macht die Fische anfällig für parasitäre Erkrankungen wie die Pünktchenkrankheit oder bakterielle Infektionen. Auch die gefürchtete Malawi-Blähsucht kann durch minderwertiges oder zu ballaststoffarmes Futter sowie durch mangelnde Wasserhygiene ausgelöst werden. Bei ersten Anzeichen von Apathie oder Futterverweigerung muss sofort eine Optimierung der Haltungsbedingungen erfolgen.
Schutzstatus & Verantwortung
Die Pflege von unbeschriebenen Formen bringt eine besondere aquaristische Verantwortung mit sich. Da diese Tiere wissenschaftlich noch nicht vollständig erfasst sind, ist die Erhaltung der reinen Standortvarianten von enormer Bedeutung, um die genetische Vielfalt nicht durch unbedachte Kreuzungen zu zerstören. Bei künstlichen Zuchtformen liegt die Verantwortung vor allem darin, den Tieren trotz ihrer unnatürlichen Entstehung ein optimales, artgerechtes Umfeld zu bieten und eine unkontrollierte Weiterkreuzung mit echten Wildformen strikt zu verhindern.
IUCN
In der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird die Bezeichnung Aulonocara spec. als solche nicht geführt, da es sich um keinen offiziell beschriebenen taxonomischen Status handelt. Die unbeschriebenen Wildpopulationen im See sind jedoch aufgrund ihres oft extrem kleinen Verbreitungsgebietes potenziell durch Überfischung gefährdet. Künstliche Zuchtformen spielen für die Rote Liste naturgemäß keine Rolle, da sie in der freien Wildbahn nicht vorkommen.
CITES
Im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) sind diese unbeschriebenen Formen aktuell nicht gelistet. Es existieren somit keine globalen Handelsbeschränkungen oder strengen Exportquoten über dieses Abkommen. Der Schutz der im See vorkommenden Populationen unterliegt den jeweiligen nationalen Gesetzen der afrikanischen Anrainerstaaten, welche den Export von Zierfischen regeln.
WISIA
Im deutschen Artenschutz-Informationssystem (WISIA) unterliegt die Sammelbezeichnung derzeit keinem besonderen oder strengen Schutzstatus nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Für den Aquarianer ergeben sich daraus keine behördlichen Melde- oder Vermarktungspflichten. Dennoch entbindet dies den Halter nicht von der ethischen Verpflichtung, die Tiere gemäß den allgemeinen Richtlinien des Tierschutzgesetzes zu pflegen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der genaue Unterschied zwischen "sp." und "spec."?
Es gibt keinen biologischen Unterschied zwischen diesen beiden Abkürzungen, da beide für das lateinische Wort „species“ stehen. Sie werden in der Aquaristik und Wissenschaft völlig identisch verwendet, um anzuzeigen, dass die genaue Artbestimmung innerhalb der Gattung noch aussteht oder unklar ist.
Kann ich eine unbeschriebene Wildform mit einer künstlichen Zuchtform halten?
Davon ist in der Malawisee-Aquaristik dringend abzuraten. Da die Weibchen beider Formen sich optisch kaum unterscheiden, kommt es unweigerlich zu Kreuzungen, wodurch die wertvollen, reinen Gene der Wildform unwiederbringlich verloren gehen und unfreiwillige Mischlinge entstehen.
Warum sind künstliche Zuchtformen wie der "Fire Fish" so beliebt?
Diese Zuchtformen wurden über Generationen hinweg gezielt auf extreme, in der Natur nicht vorkommende Farben wie leuchtendes Rot selektiert. Da reine rote Farbtöne im Malawisee bei Non-Mbunas extrem selten sind, bieten diese Fische einen enormen optischen Kontrast, weshalb sie trotz der Kritik von Puristen in der Aquaristik sehr begehrt sind.
Wie erkenne ich, ob mein "Aulonocara spec." ein Wildfang oder eine Nachzucht ist?
Wildfänge von unbeschriebenen Formen werden im Fachhandel meist mit dem Zusatz „WF“ und der genauen Angabe des Fangortes deklariert, während Aquariennachzuchten als „DNZ“ oder „NZ“ gekennzeichnet sind. Im Zweifel sollte man sich die Herkunft vom Händler oder Züchter schriftlich bestätigen lassen.
Auf welches Futter sollte ich bei Zuchtformen besonders achten?
Künstliche Zuchtformen mit roten oder orangen Pigmenten benötigen für den Erhalt ihrer intensiven Farben ein Futter, das reich an natürlichen Carotinoiden wie Astaxanthin ist, welches in Krill oder speziellen Cichliden-Futtersorten enthalten ist. Eine einseitige Fütterung führt bei diesen Tieren schnell zu einem sichtbaren Verblassen der künstlich angezüchteten Farbenpracht.







