Betta splendens - Kampffische
Wissenschaftlicher Name
Betta splendens (Regan, 1910)
Betta splendens (Regan, 1910)
Familie
Osphronemidae (Gouramis / Labyrinthfische)
Osphronemidae (Gouramis / Labyrinthfische)
Ordnung
Anabantiformes (Kletterfischartige)
Anabantiformes (Kletterfischartige)
Name
Siamesischer Kampffisch (umgangssprachlich oft einfach "Betta")
Siamesischer Kampffisch (umgangssprachlich oft einfach "Betta")
Herkunft
Thailand
, Kambodscha
, Laos
, Malaysia
und Indonesien 
Thailand
Lebensraum
Flache, stehende oder langsam fließende Gewässer wie Reisfelder, Teiche, Sümpfe und Überschwemmungsgebiete mit dichter Vegetation.
Flache, stehende oder langsam fließende Gewässer wie Reisfelder, Teiche, Sümpfe und Überschwemmungsgebiete mit dichter Vegetation.
Ernährung
Carnivor (Fleischfresser); bevorzugt Lebend- und Frostfutter wie Mückenlarven, Wasserflöhe, Artemia und spezialisiertes Betta-Granulat.
Carnivor (Fleischfresser); bevorzugt Lebend- und Frostfutter wie Mückenlarven, Wasserflöhe, Artemia und spezialisiertes Betta-Granulat.
Größe
ca. 5 - 7 cm (Wildformen bleiben mit etwa 3 - 4 cm etwas kleiner)
ca. 5 - 7 cm (Wildformen bleiben mit etwa 3 - 4 cm etwas kleiner)
Lebenserwartung
2 bis 3 Jahre (in Ausnahmefällen und bei perfekter Pflege bis zu 5 Jahre)
2 bis 3 Jahre (in Ausnahmefällen und bei perfekter Pflege bis zu 5 Jahre)
Temperatur
24° - 30° C
24° - 30° C
pH-Wert
5,0 - 8,0
5,0 - 8,0
Gesamthärte
5° - 15° dGH (weiches Wasser)
5° - 15° dGH (weiches Wasser)
Karbonathärte
3° - 8° dKH
3° - 8° dKH
Haltung
Aquarium ab 20×20×20 cm (10 Liter). Einzelhaltung im schattigen, dicht bepflanzten Aquarium (ab 30 Liter) mit sehr geringer bis gar keiner Strömung und einer Abdeckung.
Aquarium ab 20×20×20 cm (10 Liter). Einzelhaltung im schattigen, dicht bepflanzten Aquarium (ab 30 Liter) mit sehr geringer bis gar keiner Strömung und einer Abdeckung.
Schwierigkeitsgrad
Leicht bis mittel (für Anfänger geeignet, sofern die strikte Einzelhaltung und die Temperaturansprüche beachtet werden).
Leicht bis mittel (für Anfänger geeignet, sofern die strikte Einzelhaltung und die Temperaturansprüche beachtet werden).
Sozialverhalten
Extrem territorial und aggressiv gegenüber Artgenossen (Männchen bekämpfen sich oft bis zum Tod); gegenüber anderen, ruhigen Fischarten meist friedlich, aber Einzelhaltung im Artaquarium wird dringend empfohlen, um Stress zu vermeiden.
Extrem territorial und aggressiv gegenüber Artgenossen (Männchen bekämpfen sich oft bis zum Tod); gegenüber anderen, ruhigen Fischarten meist friedlich, aber Einzelhaltung im Artaquarium wird dringend empfohlen, um Stress zu vermeiden.
IUCN-Status
Gefährdet (VU / Vulnerable); In der Natur durch Lebensraumverlust und Umweltverschmutzung bedroht, obwohl in der Aquaristik millionenfach nachgezüchtet.
Gefährdet (VU / Vulnerable); In der Natur durch Lebensraumverlust und Umweltverschmutzung bedroht, obwohl in der Aquaristik millionenfach nachgezüchtet.
Verbreitungskarte & Fundort
Der wissenschaftliche Name Betta splendens bezeichnet ohne Zweifel eine der geschichtsträchtigsten, bekanntesten und ikonischsten Fischarten in der gesamten Geschichte der Aquaristik. Im deutschen Sprachraum ist dieser faszinierende Charakterfisch unter dem treffenden Namen Siamesischer Kampffisch bekannt, was sowohl auf seine geografische Herkunft als auch auf das ausgeprägte innerartliche Aggressionspotenzial der Männchen verweist. Der Artname splendens leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet „glänzend“ oder „prächtig“, was die optische Opulenz dieser Tiere perfekt auf den Punkt bringt. Ursprünglich wurde die Art im Jahr 1910 vom britischen Ichthyologen Charles Tate Regan wissenschaftlich beschrieben, doch ihre kulturelle Bedeutung reicht in Südostasien Jahrhunderte zurück, da die Tiere dort lange vor ihrer Entdeckung durch die westliche Aquaristik gezielt für Schaukämpfe gezüchtet wurden und somit zu den ältesten bekannten Haustierfischen der Menschheit zählen.
Optik & Verhalten
Das äußere Erscheinungsbild von Betta splendens gehört zu den spektakulärsten Phänomenen der Unterwasserwelt, wobei strikt zwischen der schlichten Wildform und den unzähligen, hochgradig artifiziellen Zuchtformen unterschieden werden muss. Während die Wildform eine eher unauffällige, rot-grünlich schimmernde Grundfärbung mit kurzen, runden Flossen besitzt, erstrahlen die im Handel dominierenden Zuchtfomern in allen erdenklichen Farben des Regenbogens – von tiefem Königsblau und intensivem Blutrot bis hin zu metallischen Pastelltönen oder mehrfarbigen Mustern wie den „Koi“-Varianten. Auch die Flossenmorphologie wurde extrem differenziert, sodass Aquarianer heute zwischen Schleierschwänzen, Kronenschwänzen (Crowntail), Halbmoden (Halfmoon) oder den kurzflossigen Plakat-Formen wählen können. Die Weibchen bleiben in der Regel farblich etwas dezenter und besitzen deutlich kürzere Flossen, obgleich moderne Hochzuchtweibchen ihren männlichen Gegenstücken farblich oft kaum noch nachstehen. Das Verhalten des Siamesischen Kampffisches ist von einer absoluten Individualität und einer stoischen Ruhe geprägt, die jedoch schlagartig in extreme Aggression umschlagen kann. Als Labyrinthfisch besitzt die Art ein spezialisiertes Atmungsorgan, das es ihr ermöglicht, atmosphärischen Sauerstoff an der Wasseroberfläche aufzunehmen. Die Männchen sind extrem territorial und dulden absolut keinen männlichen Rivalen in ihrem Revier; erblicken sie einen Konkurrenten oder gar ihr eigenes Spiegelbild, spreizen sie die Kiemendeckel ab, plustern ihre Flossen imposant auf und gehen sofort in den gnadenlosen Angriff über.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Die ursprüngliche Heimat von Betta splendens liegt in den tropischen Tieflandregionen Südostasiens, wobei das Hauptverbreitungsgebiet im Einzugsgebiet des Chao-Phraya- und des Mekong-Flusses in Thailand (dem ehemaligen Siam) sowie in Kambodscha, Laos und Vietnam liegt. Ihre natürlichen Habitate sind extreme Extrembiotope, die sich durch sehr flaches, stehendes oder kaum fließendes Wasser auszeichnen. Die Fische besiedeln vorzugsweise ausgedehnte Reisanbaufelder, überschwemmte Wiesen, dschungelnahe Sumpfgebiete, temporäre Tümpel und krautige Gräben. Ein ganz entscheidendes Merkmal dieser Gewässer ist die enorme Hitzeentwicklung unter der tropischen Sonne, die zu einem extrem geringen Sauerstoffgehalt im Wasser führt – ein Umstand, den der Kampffisch dank seiner Labyrinthatmung mühelos kompensiert. Die Biotope sind zudem meist extrem dicht mit Wasserpflanzen, Schilf und herabgefallendem Laub zugewuchert, was den Fischen unzählige kleine Reviere und schattige Unterstände bietet.
Artgerechte Haltung im Aquarium
Die artgerechte Pflege des Siamesischen Kampffisches bricht mit vielen klassischen Regeln der Aquaristik und erfordert ein konsequentes Umdenken. Obwohl die Tiere im Handel oft fälschlicherweise in winzigen „Betta-Bechern“ präsentiert werden, benötigt ein Kampffisch für ein gesundes Leben ein echtes Aquarium ab einem Mindestvolumen von dreißig Litern, wobei ein Standardbecken von vierundfünfzig Litern als absolut optimal gilt. Das wichtigste Kriterium bei der Haltung eines langflossigen Zuchtmännchens ist die strikte Einzelhaltung. Die dauerhafte Präsenz von Artgenossen oder selbst von anderen Fischen bedeutet für das Tier einen permanenten, unsichtbaren Stressfaktor, der das Immunsystem massiv schwächt und die Lebenserwartung drastisch verkürzt. Zudem darf das Aquarium niemals zu tief sein; eine Wasserhöhe von zwanzig bis dreißig Zentimetern ist ideal, damit der Fisch ohne großen Kraftaufwand zum Atmen an die Oberfläche schwimmen kann, da die schweren Schleierflossen das Manövrieren im Alter sichtlich erschweren. Eine absolut dichte Aquarienabdeckung ist Pflicht, damit die Luft über der Wasseroberfläche dieselbe Temperatur wie das Wasser hat; atmet der Fisch zu kalte Luft ein, kann er sich lebensgefährlich am Labyrinthorgan erkälten.
Aquarium-Einrichtung
Die Gestaltung des Kampffisch-Aquariums muss dem Wunsch des Tieres nach absoluter Ruhe und maximaler Deckung gerecht werden. Als Bodengrund sollte dunkler, feiner Sand oder abgerundeter Kies gewählt werden, der das Licht nicht reflektiert. Das absolute Herzstück der Einrichtung ist eine extrem dichte, regelrecht verkrautete Bepflanzung. Es sollten großblättrige Pflanzen wie Anubias-Arten oder indischer Wasserfreund eingebracht werden, da die Kampffische die Blätter liebend gerne als „Hängematten“ nutzen, um dicht unter der Oberfläche darauf zu schlafen. Der Einsatz von Schwimmpflanzen wie Muschelblumen oder Froschbiss ist absolut unverzichtbar, da sie das Licht stark dämpfen und dem Fisch die nötige Sicherheit vermitteln. Auf harte, scharfkantige Lochgesteine oder raue Wurzeln muss komplett verzichtet werden, da sich die empfindlichen Schleierflossen daran sofort schmerzhaft aufreißen würden; sanftes Moorkienholz ist hier die weitaus bessere Wahl.
Wasserwerte & Technik
In Bezug auf die Wasserchemie zeigt sich Betta splendens als anpassungsfähig, bevorzugt jedoch weiche bis mittelharte Bedingungen. Die Gesamthärte sollte sich zwischen fünf und fünfzehn Grad bewegen, während der pH-Wert im leicht sauren bis neutralen Bereich um den Wert 6,5 bis 7,0 ideal angesiedelt ist. Als tropischer Fisch benötigt der Kampffisch konstante Wärme; die Wassertemperatur sollte dauerhaft zwischen vierundzwanzig und sechsundzwanzig Grad Celsius liegen. Technisch stellt das Becken eine Besonderheit dar: Der Filter muss auf die absolut minimale Strömung eingestellt werden oder über einen Breitstrahl-Ausströmer gedrosselt werden. Kampffische hassen Strömung, da sie in ihrer Heimat in stehenden Gewässern leben und das permanente Gegenankämpfen gegen einen Filterstrom die langflossigen Tiere innerhalb kürzester Zeit völlig entkräftet.
Gruppenhaltung & Sozialverhalten
Das Sozialverhalten von Betta splendens ist unter Aquarianern legendär und hat der Art ihren Namen eingebracht. Eine dauerhafte Gruppenhaltung von mehreren Männchen führt unweigerlich zu tödlichen Kämpfen, bei denen sich die Tiere so lange attackieren, bis das schwächere Tier an Verletzungen oder Erschöpfung stirbt. Auch die dauerhafte Haltung eines Pärchens oder eines Harems in kleinen Aquarien ist strikt abzulehnen; das Männchen würde die Weibchen unaufhörlich jagen und bedrängen, was für beide Geschlechter in purem Stress ausartet. Eine Ausnahme bildet lediglich die gezielte Zusammenführung zur Paarung für wenige Stunden. Das Männchen besetzt ein Revier an der Oberfläche und verteidigt dieses furchtlos gegen alles, was ihm zu nahe kommt, weshalb die Einzelhaltung für diese Tierart die einzig artgerechte Form darstellt.
Vergesellschaftung mit anderen Arten
Von Aquarium-Dietzenbach:
Kampffische kennt jeder und fast jeder hat sie schon einmal gepflegt. Mit den Kampffischen ist es mittlerweile wie mit den Guppys, denn auch diese werden in unzähligen Flossenformen und Farben gezüchtet. Neben dem normalen Schleierkampffisch werden in Südostasien verstärkt Butterfly, Crowntail und Roundtail Kampffische gezüchtet. Meistens werden nur die Standardfarben und Flossenformen angeboten. Es gibt allerdings noch eine ganze Reihe an seltenen Farben, die normalerweise nicht angeboten werden und diese wollen wir hier nach und nach vorstellen.
Generell zur Haltung ist zu sagen, dass die Tiere auch in einem "normalen" Aquarium zu halten sind. Es ist allerdings zwingend darauf zu achten, dass keine Tiere, die gerne Flossen anknabbern, wie z. B. Sumatrabarben, in diesem Aquarium sind. Die Kampffische selbst sind anderen Fischen gegenüber, außer gegen andere Kampffisch Männchen, friedlich. Natürlich frisst er, wie im Übrigen jeder andere Fisch auch, Tiere, die er fangen kann und diesbezüglich in einem Stück verschlungen werden können.
Bei der Wassertemperatur legen sie eher Wert auf höhere Temperaturen und sollten so bei 25° C bis 30 ° C gehalten werden. Am liebsten fressen sie Lebendfutter, wobei auch sofort Frostfutter problemlos genommen wird.
Nach einiger Zeit wird auch problemlos Flocken- und Granulatfutter genommen. Auch hier gilt, dass die Tiere abwechslungsreich gefüttert werden sollen.
Für die Zucht, die eine Menge Spaß macht, sollten die Tiere ein Aquarium für sich haben. Dabei ist es günstiger, wenn es mehrere Weibchen in diesem Aquarium gibt, ansonsten besteht die Gefahr, dass das Männchen ein einzelnes Weibchen zu sehr bedrängt und es zu Tode kommen kann.
Das Aquarium sollte gut bepflanzt sein und in einer Ecke einige Schwimmpflanzen, in welchen das Schaumnest gebaut wird, haben. Das Männchen beschützt erst die Eier und dann die Jungfische für die ersten 2 - 3 Tage, bis auch er sie dann eventuell als Futter ansieht. Wenn man also eine größere Menge an Jungen aufziehen möchte, sollte man die Jungen in ein extra Aquarium überführen. Pantoffeltierchen für die ersten 2 - 3 Tage wären optimal und danach sind frisch geschlüpfte Artemia kein Problem.
Bei guter Fütterung können die Tiere in 2 Monaten locker 3 cm sein. Interessant ist auch, dass die Männchen von einer Brut nicht aggressiv untereinander sind, so lange sie zusammen gepflegt werden.
Wenn Sie nun neugierig sind und ein Tier bei den unten vorgestellten Tieren Ihr Interesse findet, kontaktieren Sie bitte Ihren Fachhändler oder suchen Sie sich in der Rubrik "Einkaufen" einen unserer Kunden in Ihrer Nähe aus, welcher die Tiere anhand der Nummer, die jedes Tier hat, für Sie bei uns bestellen kann.
Sie selbst als Hobbyaquarianer können die Tiere leider nicht direkt von uns bekommen. Beachten Sie bitte, dass die Tiere immer nur in einer kleinen Stückzahl verfügbar sind und deshalb auch einmal trotz der Statusmeldung (die einmal in der Woche aktualisiert wird) ausverkauft sein können.
Es sind immer noch besondere Varianten, die es nur in einer kleinen Menge gibt. Wenn ein Tier aktuell nicht verfügbar ist, kann es aber innerhalb von 2 bis 4 Wochen wieder verfügbar sein. Also immer einmal reinschauen.
Da jedes Tier geringfügig anders ist, kann es kleine Abweichungen in der Farbe und der Beflossung geben. Die Grundfarbe und Beflossung bleiben aber in jedem Fall erhalten.
Von einer Vergesellschaftung mit anderen Fischarten sollte im Sinne des Kampffisches im Standardaquarium generell abgesehen werden. Hektische Schwarmfische wie Barben oder größere Salmler neigen dazu, an den verlockenden Schleierflossen des Bettas zu knabbern, während andere revierbildende Fische wie Fadenfische zu schweren Konflikten führen. Zudem interpretieren Kampffische Fische mit ebenfalls langen Flossen oder bunten Farben (wie Guppys) oft fälschlicherweise als rivalisierende Artgenossen und attackieren diese. Wenn überhaupt Mitbewohner einziehen sollen, eignen sich ausschließlich friedliche, bodenorientierte Tiere wie Panzerwelse oder kleine Harnischwelse. Eine Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen kann gutgehen, ist jedoch vom Charakter des einzelnen Bettas abhängig; viele Kampffische entpuppen sich als geschickte Jäger und fressen den Garnelennachwuchs oder gar die adulten Tiere restlos auf. Große Schnecken wie Posthornschnecken oder Geweihschnecken werden hingegen meist problemlos toleriert.Kampffische kennt jeder und fast jeder hat sie schon einmal gepflegt. Mit den Kampffischen ist es mittlerweile wie mit den Guppys, denn auch diese werden in unzähligen Flossenformen und Farben gezüchtet. Neben dem normalen Schleierkampffisch werden in Südostasien verstärkt Butterfly, Crowntail und Roundtail Kampffische gezüchtet. Meistens werden nur die Standardfarben und Flossenformen angeboten. Es gibt allerdings noch eine ganze Reihe an seltenen Farben, die normalerweise nicht angeboten werden und diese wollen wir hier nach und nach vorstellen.
Generell zur Haltung ist zu sagen, dass die Tiere auch in einem "normalen" Aquarium zu halten sind. Es ist allerdings zwingend darauf zu achten, dass keine Tiere, die gerne Flossen anknabbern, wie z. B. Sumatrabarben, in diesem Aquarium sind. Die Kampffische selbst sind anderen Fischen gegenüber, außer gegen andere Kampffisch Männchen, friedlich. Natürlich frisst er, wie im Übrigen jeder andere Fisch auch, Tiere, die er fangen kann und diesbezüglich in einem Stück verschlungen werden können.
Bei der Wassertemperatur legen sie eher Wert auf höhere Temperaturen und sollten so bei 25° C bis 30 ° C gehalten werden. Am liebsten fressen sie Lebendfutter, wobei auch sofort Frostfutter problemlos genommen wird.
Nach einiger Zeit wird auch problemlos Flocken- und Granulatfutter genommen. Auch hier gilt, dass die Tiere abwechslungsreich gefüttert werden sollen.
Für die Zucht, die eine Menge Spaß macht, sollten die Tiere ein Aquarium für sich haben. Dabei ist es günstiger, wenn es mehrere Weibchen in diesem Aquarium gibt, ansonsten besteht die Gefahr, dass das Männchen ein einzelnes Weibchen zu sehr bedrängt und es zu Tode kommen kann.
Das Aquarium sollte gut bepflanzt sein und in einer Ecke einige Schwimmpflanzen, in welchen das Schaumnest gebaut wird, haben. Das Männchen beschützt erst die Eier und dann die Jungfische für die ersten 2 - 3 Tage, bis auch er sie dann eventuell als Futter ansieht. Wenn man also eine größere Menge an Jungen aufziehen möchte, sollte man die Jungen in ein extra Aquarium überführen. Pantoffeltierchen für die ersten 2 - 3 Tage wären optimal und danach sind frisch geschlüpfte Artemia kein Problem.
Bei guter Fütterung können die Tiere in 2 Monaten locker 3 cm sein. Interessant ist auch, dass die Männchen von einer Brut nicht aggressiv untereinander sind, so lange sie zusammen gepflegt werden.
Wenn Sie nun neugierig sind und ein Tier bei den unten vorgestellten Tieren Ihr Interesse findet, kontaktieren Sie bitte Ihren Fachhändler oder suchen Sie sich in der Rubrik "Einkaufen" einen unserer Kunden in Ihrer Nähe aus, welcher die Tiere anhand der Nummer, die jedes Tier hat, für Sie bei uns bestellen kann.
Sie selbst als Hobbyaquarianer können die Tiere leider nicht direkt von uns bekommen. Beachten Sie bitte, dass die Tiere immer nur in einer kleinen Stückzahl verfügbar sind und deshalb auch einmal trotz der Statusmeldung (die einmal in der Woche aktualisiert wird) ausverkauft sein können.
Es sind immer noch besondere Varianten, die es nur in einer kleinen Menge gibt. Wenn ein Tier aktuell nicht verfügbar ist, kann es aber innerhalb von 2 bis 4 Wochen wieder verfügbar sein. Also immer einmal reinschauen.
Da jedes Tier geringfügig anders ist, kann es kleine Abweichungen in der Farbe und der Beflossung geben. Die Grundfarbe und Beflossung bleiben aber in jedem Fall erhalten.
Ernährung & Fütterung
Der Siamesische Kampffisch ist ein reiner Fleischfresser (Karnivor), dessen Verdauungstrakt absolut nicht auf die Verwertung von pflanzlichen Proteinen oder Getreide ausgelegt ist. Herkömmliches Universalfutter aus Flocken oder Tabletten enthält meist zu viele pflanzliche Nebenerzeugnisse und führt bei Bettas schnell zu Verstopfungen, Organschäden und Übergewicht. Die Fütterung sollte daher primär aus hochwertigem Frost- und Lebendfutter bestehen, wobei weiße und schwarze Mückenlarven, Artemia, Wasserflöhe und Glanzwürmer die idealen Energielieferanten darstellen. Wer auf Trockenfutter zurückgreifen möchte, muss zwingend spezielles, granuliertes Betta-Futter wählen, das fast ausschließlich aus Insektenproteinen besteht. Da Kampffische kein Sättigungsgefühl besitzen und gierig alles fressen, was ihnen angeboten wird, muss die Futtermenge streng rationiert werden; ein bis zwei kleine Portionen am Tag, die innerhalb weniger Sekunden gefressen werden, reichen völlig aus, wobei ein wöchentlicher Fastentag der Gesunderhaltung dient.
Zucht & Vermehrung
Die Vermehrung im Aquarium ist ein spektakuläres und hochkomplexes Naturwunder, das jedoch eine präzise Vorbereitung und separate Becken erfordert. Sobald das Männchen paarungsbereit ist, beginnt es an der Wasseroberfläche unter Zuhilfenahme von Pflanzenteilen ein stabiles Schaumnest zu bauen. Wird nun ein laichbereites Weibchen hinzugesetzt, kommt es nach anfänglichen, oft recht ruppigen Jagdszenen zur Paarung direkt unter dem Nest, bei der das Männchen das Weibchen regelrecht umschlingt und die Eier in einer Art Starre befruchtet. Die herabsinkenden Eier werden vom Männchen sorgsam mit dem Maul aufgesammelt und in die Blasen des Schaumnests gespuckt. Sofort nach dem Akt muss das Weibchen evakuiert werden, da das Männchen nun die alleinige, extrem aggressive Brutpflege übernimmt. Er bewacht das Nest ununterbrochen und repariert zerplatzte Blasen. Sobald die Larven nach etwa zwei Tagen schlüpfen und nach dem Aufzehren des Dottersacks frei schwimmen, erlischt der Brutinstinkt, und auch der Vater muss entfernt werden. Die Aufzucht der winzigen Jungfische erfolgt mit feinsten Pantoffeltierchen und frisch angesetzten Artemia-Nauplien.
Gesundheit & typische Probleme
Obwohl Kampffische bei optimaler Pflege ein Lebensalter von drei bis fünf Jahren erreichen können, sind die extrem überzüchteten Schleierformen im Handel anfällig für Krankheiten. Das häufigste Problem ist die Flossenfäule, eine bakterielle Infektion, die meist durch mangelnde Wasserhygiene, Keimdichte oder Stress ausgelöst wird und die prachtvollen Flossen regelrecht zersetzt. Ein weiteres, genetisch bedingtes Problem bei hochgezüchteten Farbformen (wie den „Dragon“-Varianten) ist das unkontrollierte Wachstum von Pigmentzellen, das im Alter zur Erblindung des Fisches führen kann. Eine permanente Prophylaxe durch den großzügigen Einsatz von Seemandelbaumblättern und Erlenzapfen ist absolut essenziell, da die abgegebenen Gerbstoffe das Wasser leicht bräunlich färben, den Keimdruck drastisch senken und die empfindliche Schleimhaut des Fisches effektiv schützen.
Schutzstatus & Verantwortung
Aufgrund der weltweiten, massenhaften Nachfrage nach dieser Art wird der Markt heute zu fast einhundert Prozent durch kommerzielle Nachzuchten aus riesigen Zuchtfarmen in Südostasien oder von spezialisierten Hobbyzüchtern gedeckt. Wildfänge spielen im normalen Handel praktisch keine Rolle mehr. Dennoch trägt der Halter eine enorme Verantwortung: Der Siamesische Kampffisch ist ein hochgradig fühlendes Individuum mit einem ausgeprägten Charakter, das oft eine echte Bindung zu seinem Pfleger aufbaut. Der unüberlegte Kauf als modisches Deko-Objekt in einer kleinen Vase ohne Technik ist Tierquälerei; das Tier hat denselben Anspruch auf ein perfekt strukturiertes, beheiztes und gepflegtes Biotop wie jede andere anspruchsvolle Fischart.
IUCN
In der offiziellen Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird die Wildform von Betta splendens überraschenderweise in der Kategorie "Gefährdet" (Vulnerable - VU) geführt. Während die Zuchtformen in den Aquarien der Welt milliardenfach existieren, schrumpfen die natürlichen Wildpopulationen in Thailand rasant, da ihre Lebensräume durch die fortschreitende Urbanisierung, die intensive Landwirtschaft und die Verschmutzung der Gewässer zunehmend zerstört und fragmentiert werden.
CITES
Der Siamesische Kampffisch ist aktuell in keinem der Anhänge des internationalen Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) gelistet. Es existieren somit keine weltweiten Handelsbeschränkungen oder strengen Kontingente für den Export oder Import, weshalb der Kauf im Fachhandel völlig frei von bürokratischen Auflagen ist.
WISIA
Im deutschen Artenschutz-Informationssystem WISIA des Bundesamtes für Naturschutz wird Betta splendens zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht als besonders geschützte oder invasive Art deklariert. Für den privaten Halter ergeben sich daraus innerhalb Deutschlands und der Europäischen Union keinerlei behördliche Meldepflichten oder Genehmigungsverfahren.
Häufig gestellte Fragen
Kann man ein Kampffisch-Männchen wirklich niemals mit Weibchen zusammenhalten?
In Standardaquarien unter einhundert Litern sollte man davon strikt Abstand nehmen. Das Männchen würde die Weibchen permanent jagen und unter Stress setzen, was in den engen Grenzen eines Aquariums oft tödlich endet.
Warum bewegt sich mein Kampffisch so wenig und liegt oft auf Pflanzen herum?
Dieses Verhalten ist bei Kampffischen, insbesondere bei Arten mit sehr langen Schleierflossen, völlig normal. Das Tragen der schweren Flossen ist anstrengend, weshalb die Tiere gerne auf großen Blättern dicht unter der Oberfläche ruhen.
Braucht ein Kampffisch-Aquarium zwingend einen Filter?
Ein Filter ist für die biologische Schadstofffilterung sehr wichtig. Er muss jedoch so eingestellt werden, dass er nahezu keine Strömung erzeugt, da Kampffische stehende Gewässer bevorzugen und durch Strömung extrem gestresst werden.
Wie oft und wie viel sollte man einen Kampffisch füttern?
Man sollte den Fisch ein- bis zweimal täglich mit einer sehr kleinen Portion füttern, die er innerhalb weniger Sekunden frisst. Da Kampffische kein Sättigungsgefühl haben, führt Überfütterung schnell zu Verstopfung und Verfettung.
Kann man Kampffische in kleinen Vasen oder Gläsern ohne Technik halten?
Nein, das ist keine artgerechte Haltung. Auch wenn Kampffische in der Natur in flachen Tümpeln überleben können, benötigen sie im Aquarium konstante Wärme von ca. 25 Grad, sauberes Wasser und Verstecke, was unter 30 Litern nicht realisierbar ist.
Betta splendens - Kampffisch "Butterfly purple-whiteseam"
Der Halfmoon Butterfly Purple-whiteseam Kampffisch ist eine weitere attraktive Variante in unserem Zuchtprogramm. Die Tiere sind alle etwas unterschiedlich in der Farbe und werden bei der Beflossung beim Älterwerden attraktiver. In der Farbe sind die Tiere etwas variabel und keiner gleicht dem anderen. Auch hier geben wir die Tiere, solange Weibchen vorhanden sind, paarweise ab.
Betta splendens - Kampffisch "Butterfly purple-whiteseam"
Mit den Plakat blau/gelb können jetzt aktuell eine weitere Kampffischvariante in einer kleinen Menge abgeben. Es ist die Variante Plakat blau/gelb, die wir in verschiedenem Blau haben. Die Plakatvariante ist eine kurzschwänzige, rundflossige Variante. Auch hier geben wir die Tiere paarweise ab.
Betta splendens - Kampffisch "Half Sun Cambodian Lotus"
Half Sun Half Sun Cambodian Lotus ist eine Kombination aus Crowntail cambodian und Halfmoon Opaque white und bekommt mit zunehmendem Alter kleine Zipfel an den Flossenrändern, ähnlich wie bei den Crowntail, allerdings bei weitem nicht so extrem. Die Farbe ist bei allen Tieren cambodian mit etwas unterschiedlichen leichten Lila-, Blau- und Grüntönen. Interessant wird das Ergebnis in der F2 Generation, bei welchen sich die Farben und Flossenformen wieder aufspalten werden.
Betta splendens - Kampffisch "Half Sun red fin fluorescent"
Half Sun red fin fluorescent ist eine weitere Kombination von Crowntail und Halfmoon. Diesmal aus Crowntail rot und Halfmoon Opaque white und dieses Mal gab es keine dominate Farbe von einem der Eltern, sondern eine Kombination von beiden Elterntieren. Die Tiere haben in der Beflossung ganz kräftige Farben und wirken deshalb besonders interessant.
Betta splendens - Kampffisch "Halfmoon Opaque white"
Halfmoon Opaque white Kampffische kommen relativ selten bei den Importen mit. Noch schwieriger ist es, die passenden Weibchen dazu zu bekommen. Das war einer der Gründe, warum wir mit der Zucht dieser Tiere begonnen haben. Die Tiere, die wir aktuell abgeben, sind sehr junge Tiere, bei welchen man gerade die Männchen erkennen kann. Die Tiere sind so weiß wie im Foto, allerdings sind einzelne Tiere mit vereinzelten roten Flecken und Tiere mit einem blauen Glanz darunter. Solange wir Weibchen in der Gruppe haben, geben wir die Tiere paarig oder ein Männchen mit zwei Weibchen ab.















