Plakat Avatar Galaxy (Betta splendens) – Sternenglanz im Miniformat
Wissenschaftlicher Name
Betta splendens (Regan, 1910)
Betta splendens (Regan, 1910)
Familie
Osphronemidae
Osphronemidae
Ordnung
Anabantiformes
Anabantiformes
Name
Kampffisch
Kampffisch
Herkunft
Thailand
, Kambodscha
, Laos
, Myanmar
, Vietnam 
Thailand
Lebensraum
Stehende Gewässer, Reisfelder, Tümpel
Stehende Gewässer, Reisfelder, Tümpel
Ernährung
Insektenlarven, Kleinkrebse, Zooplankton
Insektenlarven, Kleinkrebse, Zooplankton
Größe
5 - 7 cm
5 - 7 cm
Lebenserwartung
2 bis 4 Jahre
2 bis 4 Jahre
Temperatur
24 - 30°C
24 - 30°C
pH-Wert
5,0 - 8,0
5,0 - 8,0
Gesamthärte
...
...
Karbonathärte
...
...
Haltung
Aquarium ab 20×20×20 cm (10 Liter)
Aquarium ab 20×20×20 cm (10 Liter)
Schwierigkeitsgrad
Anfänger
Anfänger
Sozialverhalten
Einzelhaltung (männlich territorial)
Einzelhaltung (männlich territorial)
IUCN-Status
LC (Least Concern)
LC (Least Concern)
Verbreitungskarte & Fundort
Der Plakat Avatar Galaxy ist eine spektakuläre Zuchtform des Siamesischen Kampffisches (Betta splendens), die durch ihr einzigartiges Galaxy-Muster besticht. Auf tiefschwarzer Basis leuchten helle, sternenartige Perlmutt-Flecken in Blau und Grün – ein kosmisches Schauspiel im Aquarium. Im Gegensatz zu langflossigen Varianten zeichnet sich der Plakat-Typ durch kurze, kräftige Flossen aus, die ihm eine kompakte, athletische Erscheinung verleihen. Diese Zuchtform vereint die Robustheit der Wildform mit atemberaubender Optik und eignet sich ideal für Aquarianer, die auf kleinem Raum einen farbenprächtigen Blickfang suchen. Mit seiner geringen Größe und den moderaten Ansprüchen ist der Avatar Galaxy auch für Einsteiger geeignet – vorausgesetzt, man beachtet seine territorialen Eigenheiten.
Optik & Verhalten
Das Galaxy-Muster des Avatar Plakat ist das Ergebnis gezielter Zucht: Auf dunklem, oft tiefschwarzen Grund verteilen sich helle Sprenkel, die an Sterne oder kosmische Nebel erinnern. Die Perlmutt-Flecken schimmern in Blau- und Grüntönen und verleihen jedem Exemplar ein individuelles Aussehen. Im Gegensatz zu langflossigen Kampffischen (z.B. Halfmoon) besitzt der Plakat-Typ kurze, abgerundete Flossen, die ihn wendiger und weniger anfällig für Flossenschäden machen. Männchen zeigen intensivere Farben und längere Flossen als Weibchen, die zudem einen weißen Ovipositor (Eiablageröhre) aufweisen. Das Verhalten ist typisch für Betta splendens: Männchen sind hochterritorial und verteidigen ihr Revier aggressiv gegen Artgenossen. Sie sind tagaktiv und verbringen viel Zeit mit Patrouillieren und Nestbau. Verwechslungen sind möglich mit Betta smaragdina oder Betta imbellis, die jedoch andere Flossenformen und Färbungen zeigen.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Die Wildform von Betta splendens stammt aus Südostasien, konkret aus Thailand, Kambodscha, Laos, Myanmar und Vietnam. Dort bewohnt sie stehende oder schwach fließende Gewässer wie Reisfelder, Tümpel und überflutete Ebenen im Mekong-Delta und Chao Phraya-Becken. Diese Habitate liegen in Höhenlagen von 0-200 m ü.M. und sind geprägt von schlammigem Bodengrund, dichter Vegetation und geringer Sauerstoffkonzentration. Die Fische haben sich an diese Bedingungen durch ein Labyrinthorgan angepasst, das ihnen das Atmen von Luftsauerstoff ermöglicht. Während der Regenzeit steigt der Wasserstand, was zu höherer Sauerstoffkonzentration und größeren Lebensräumen führt. In der Trockenzeit ziehen sich die Fische in Restgewässer zurück, wo sie in hoher Dichte auf engem Raum leben. Die Fortpflanzung erfolgt ganzjährig mit einem Peak in der Regenzeit.
Artgerechte Haltung im Aquarium
Aquarium-Einrichtung
Für einen einzelnen männlichen Plakat Avatar Galaxy genügt ein Becken von 20×20×20 cm (10 Liter), wobei größere Aquarien (ab 30 Liter) mehr Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Ein dunkler Bodengrund (z.B. schwarzer Kies oder Sand) hebt die Sternenmuster optimal hervor. Dichte Bepflanzung mit robusten Arten wie Javafarn, Anubias oder Schwimmpflanzen schafft Verstecke und dämpft das Licht, was dem natürlichen Habitat entspricht. Wurzeln und Höhlen bieten zusätzliche Rückzugsorte. Ein Deckel ist Pflicht, da Bettas ausgezeichnete Springer sind. Schwache oder keine Strömung ist ideal – ein kleiner Schwammfilter reicht aus. Schwaches Licht unterstreicht die Farben und reduziert Stress.
Wasserwerte & Technik
Die Wassertemperatur sollte zwischen 24-30°C liegen, ideal sind 26-28°C. Der pH-Wert kann breit variieren (5.0-8.0), wobei leicht saure bis neutrale Werte (6.5-7.5) optimal sind. Leitfähigkeit und Härte (GH/KH) sind nicht kritisch, da Bettas anpassungsfähig sind. Wichtig ist eine geringe Strömung, da die Fische aus stehenden Gewässern stammen. Ein Heizstab ist in den meisten Fällen notwendig, um stabile Temperaturen zu gewährleisten. Regelmäßige Wasserwechsel (25-50% wöchentlich) halten die Wasserqualität hoch. Ein Schwammfilter verhindert, dass Jungfische oder Eier eingesaugt werden.
Gruppenhaltung & Sozialverhalten
Männliche Bettas müssen einzeln gehalten werden, da sie untereinander hochaggressiv sind und Kämpfe bis zum Tod führen können. Weibchen können in größeren Becken (ab 80 Liter) in Gruppen (Sorority) gehalten werden, was jedoch Erfahrung erfordert. Der Avatar Galaxy ist ein Lauerjäger, der sein Revier aktiv patrouilliert und Eindringlinge vertreibt. Gegenüber anderen Arten ist er meist friedlich, solange diese nicht zu klein oder zu bunt sind.
Vergesellschaftung mit anderen Arten
Eine Vergesellschaftung mit Artgenossen ist nicht möglich. Geeignete Mitbewohner sind kleine, friedliche Arten wie Panzerwelse (Corydoras), Schnecken (z.B. Rennschnecken) oder Garnelen (z.B. Amano-Garnelen), sofern das Becken groß genug ist (ab 30 Liter). Zu vermeiden sind Fische mit langen Flossen (z.B. Guppys), da Bettas diese anknabbern können. Auch zu lebhafte oder aggressive Arten (z.B. Barben) sind ungeeignet, da sie den Betta stressen.
Ernährung & Fütterung
In der Natur ernährt sich Betta splendens von Insektenlarven, Kleinkrebsen, Zooplankton und gelegentlich Algen. Im Aquarium sollte die Ernährung abwechslungsreich sein: Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia oder Daphnien sind ideal und fördern die Farbintensität. Ergänzend können hochwertige Flocken oder Pellets für Labyrinthfische gegeben werden. Füttern Sie 1-2 Mal täglich in kleinen Portionen, die innerhalb von 2-3 Minuten gefressen werden. Überfütterung führt zu Wasserbelastung und Verfettung. Ein Fastentag pro Woche ist empfehlenswert.
Zucht & Vermehrung
Betta splendens ist ein Schaumnestbauer. Das Männchen baut an der Wasseroberfläche ein Nest aus Luftblasen und Speichel, oft unter Schwimmpflanzen. Zur Zucht werden Männchen und Weibchen in einem separaten Becken (ab 20 Liter) zusammengeführt. Trigger sind Wasserwechsel, Lebendfutter und eine Temperaturerhöhung auf 28-30°C. Das Männchen umwirbt das Weibchen und führt es unter das Nest. Nach der Eiablage (100-500 Eier) sammelt das Männchen die Eier ein und bewacht sie bis zum Schlupf (24-48h). Das Weibchen sollte nach der Paarung entfernt werden, da es vom Männchen attackiert werden kann. Nach weiteren 48h sind die Larven freischwimmend. Als Erstfutter eignen sich Infusorien oder frisch geschlüpfte Artemia. Das Männchen wird entfernt, sobald die Jungfische schwimmen.
Gesundheit & typische Probleme
Bettas sind robust, aber anfällig für Flossenfäule (bakterielle Infektion), Ichthyo (Weißpünktchenkrankheit) und Pilzinfektionen, besonders bei schlechter Wasserqualität oder Stress. Symptome sind ausgefranste Flossen, weiße Pünktchen oder Wattebausch-artige Beläge. Regelmäßige Wasserwechsel, stabile Temperaturen und eine ausgewogene Ernährung beugen vor. Bei Erkrankungen helfen Salzbäder oder spezielle Medikamente. Achten Sie auf Sprungversuche – ein Deckel ist essentiell.
Schutzstatus & Verantwortung
IUCN
Least Concern (LC) – Die Wildform von Betta splendens gilt als nicht gefährdet. Der Bestand ist stabil, obwohl Lebensraumverlust durch Landwirtschaft eine potenzielle Bedrohung darstellt. Assessment-Jahr: 2019.
CITES
Nicht gelistet – Es bestehen keine internationalen Handelsbeschränkungen.
WISIA
Nicht geschützt – In Deutschland ist kein Herkunftsnachweis erforderlich. Die Art ist nicht im WISIA-Verzeichnis gelistet.
Trotz des günstigen Schutzstatus sollten Aquarianer auf Nachzuchten zurückgreifen, um Wildfänge zu vermeiden. Der Avatar Galaxy ist eine reine Zuchtform und stammt nicht aus der Natur.
Häufig gestellte Fragen
Wie groß muss das Aquarium für einen Plakat Avatar Galaxy sein?
Ein Mindestmaß von 20×20×20 cm (10 Liter) ist ausreichend für einen einzelnen männlichen Betta. Größere Becken (ab 30 Liter) bieten mehr Gestaltungsmöglichkeiten und stabilere Wasserwerte.
Kann ich mehrere Plakat Avatar Galaxy zusammen halten?
Nein, männliche Bettas sind hochterritorial und greifen Artgenossen an. Nur Weibchen können in größeren Becken (ab 80 Liter) in Gruppen gehalten werden, was jedoch Erfahrung erfordert.
Welche Wasserwerte benötigt der Avatar Galaxy?
Ideal sind Temperaturen von 24-30°C (optimal 26-28°C) und ein pH-Wert von 5.0-8.0 (optimal 6.5-7.5). Die Wasserhärte ist unkritisch, da Bettas anpassungsfähig sind.
Was frisst der Plakat Avatar Galaxy im Aquarium?
Die Ernährung sollte abwechslungsreich sein: Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia oder Daphnien sind ideal. Ergänzend können hochwertige Flocken oder Pellets gegeben werden. Füttern Sie 1-2 Mal täglich in kleinen Portionen.
Wie züchtet man den Avatar Galaxy?
Das Männchen baut ein Schaumnest an der Wasseroberfläche. Nach der Paarung legt das Weibchen 100-500 Eier ab, die das Männchen bewacht. Nach 24-48h schlüpfen die Larven, die nach weiteren 48h freischwimmen. Als Erstfutter eignen sich Infusorien oder Artemia-Nauplien.
Wissenschaftliche Quellen
- FishBase (2024)
Betta splendens summary - IUCN (2019)
Betta splendens - WISIA/BfN (2024)
Suche Betta splendens (Art nicht gelistet) - Thailand Betta Fish (2024)
Avatar Collection - Coast Gem USA (2024)
Live Male Betta Black Galaxy Avatar Plakat