Channa nachi

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Channa nachi - Farham's Snakehead
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Channa nachi - Farham's Snakehead
 
Farham's Snakehead (Channa nachi) – Zweifarbiger Schlangenkopffisch aus Meghalaya

Wissenschaftlicher Name
Channa nachi
Familie
Channidae (Schlangenkopffische)
Ordnung
Anabantiformes
Name
Farham's Snakehead
Herkunft
Indien India (Meghalaya, Simsang River)
Lebensraum
Gewässer mit niedrigem Sauerstoffgehalt
Ernährung
Fische, Amphibien, Krebstiere und gelegentlich kleine Säugetiere
Größe
Mittelgroße Art (genaue Angaben nicht verfügbar)
Lebenserwartung
Noch unbekannt, vermutlich mehrere Jahre
Temperatur
Noch unbekannt
pH-Wert
Noch unbekannt
Gesamthärte
Noch unbekannt
Karbonathärte
...
Haltung
Aquarium
Schwierigkeitsgrad
Experte
Sozialverhalten
Noch unbekannt.
IUCN-Status
Nicht bewertet (NE)
Verbreitungskarte & Fundort
Channa nachi ist eine erst 2025 wissenschaftlich beschriebene Schlangenkopffisch-Art aus dem Nordosten Indiens. Die Art wurde im Simsang-Flusssystem in Meghalaya entdeckt und nach dem lokalen Garo-Namen 'nachi' benannt. Besonders auffällig ist die zweifarbige Körperfärbung: Der vordere Körperteil zeigt ein cremiges Gelb bis blasses Braun, während der hintere Teil in kräftigem Blau erstrahlt. 10-12 schräg angeordnete, sattelartige Bänder in blassem Braun zieren die Flanken. Die Bauchseite weist eine charakteristische hellblaue Marmorierung auf. Die durchscheinend orangefarbenen Brustflossen tragen 2-3 schwache orange bis braune Bänder. Im Gegensatz zu verwandten Arten fehlen Flecken oder Querstreifen auf der Schwanzflosse. Genetisch unterscheidet sich C. nachi deutlich von anderen Channa-Arten mit einer COI-Divergenz von 9,7-20,0%. Wie alle Schlangenkopffische besitzt auch diese Art ein suprabranchiales Organ zur Luftatmung, das Überleben in sauerstoffarmen Gewässern ermöglicht. Die attraktive Färbung macht die Art potenziell interessant für den internationalen Aquarienhandel.

Optik & Verhalten

Channa nachi beeindruckt durch seine einzigartige zweifarbige Körperfärbung, die ihn von anderen Schlangenkopffischen deutlich unterscheidet. Der elongierte, schlanke Körper zeigt im vorderen Bereich eine cremig-gelbe bis blassbraune Färbung, während der hintere Körperteil in einem kräftigen Blau erstrahlt. Charakteristisch sind 10-12 schräg angeordnete, sattelartige Bänder in blassem Braun auf den Körperseiten. Die Bauchseite weist eine attraktive hellblaue Marmorierung auf. Die durchscheinend orangefarbenen Brustflossen tragen 2-3 schwache orange bis braune Bänder. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu verwandten Arten wie Channa melanostigma oder C. pomanensis ist das Fehlen von Flecken, Blotches oder Querstreifen auf der Schwanzflosse. Genetische Analysen zeigen eine COI-Divergenz von 9,7-20,0% zu anderen Channa-Arten, was die taxonomische Eigenständigkeit unterstreicht. Wie alle Schlangenkopffische besitzt C. nachi ein suprabranchiales Organ zur Luftatmung und kann zeitweise außerhalb des Wassers überleben sowie kurze Strecken über Land zurücklegen.

Natürlicher Lebensraum & Herkunft

Channa nachi wurde im Simsang-Flusssystem in Meghalaya, Nordost-Indien, entdeckt. Der Typusfundort liegt in einem flachen, langsam fließenden Bach nahe dem Dorf Chokpot. Das natürliche Habitat ist charakterisiert durch seichte Gewässer mit geringer Strömung. Das Substrat besteht aus Sand, Laub und Kieseln, was typisch für kleinere Waldbäche der Region ist. Die Art bewohnt Gewässer mit niedrigem Sauerstoffgehalt, was durch das suprabranchiale Organ zur Luftatmung kompensiert wird. Diese Anpassung ermöglicht es C. nachi, auch in temporär austrocknenden oder stark verschlammten Gewässerbereichen zu überleben. Die geografische Verbreitung scheint derzeit auf das Simsang-Flusssystem in Meghalaya beschränkt zu sein. Weitere Populationen in angrenzenden Flusssystemen sind möglich, wurden aber bisher nicht dokumentiert.

Artgerechte Haltung im Aquarium

Aquarium-Einrichtung
Für die Haltung von Channa nachi liegen keine spezifischen Erfahrungsberichte vor, da die Art erst 2025 beschrieben wurde. Basierend auf dem natürlichen Habitat sollte das Aquarium eine langsame Strömung simulieren. Eine Einrichtung mit Sandboden, Laub und Steinen würde den natürlichen Lebensraum nachbilden. Versteckmöglichkeiten durch Wurzeln und dichte Bepflanzung sind bei Schlangenkopffischen generell wichtig. Da C. nachi als mittelgroße Art eingestuft wird, sollte ein entsprechend dimensioniertes Aquarium gewählt werden. Ein gut schließender Deckel ist zwingend erforderlich, da Schlangenkopffische ausgezeichnete Springer sind und durch ihre Luftatmung längere Zeit außerhalb des Wassers überleben können. 

Wasserwerte & Technik
Spezifische Wasserwerte für Channa nachi sind nicht dokumentiert. Das natürliche Habitat besteht aus langsam fließenden Bächen mit niedrigem Sauerstoffgehalt. Die Filterung sollte eine moderate Strömung erzeugen und das Wasser sauber halten, ohne starke Turbulenzen zu verursachen. Eine gute Oberflächenbewegung ist wichtig, da die Art regelmäßig zum Luftholen an die Oberfläche kommt. Temperatur, pH-Wert und Härtegrade müssen noch durch Haltungserfahrungen ermittelt werden. Orientierung können Werte verwandter Channa-Arten aus ähnlichen Habitaten bieten.

Gruppenhaltung & Sozialverhalten
Zum Sozialverhalten von Channa nachi liegen keine spezifischen Daten vor. Viele Schlangenkopffische zeigen territoriales Verhalten, besonders während der Fortpflanzungszeit. Eine Einzelhaltung oder Paarhaltung ist bei den meisten Channa-Arten zu empfehlen. Gruppenhaltung kann bei ausreichend großen Aquarien mit vielen Versteckmöglichkeiten möglich sein, sollte aber nur von erfahrenen Haltern versucht werden.

Vergesellschaftung mit anderen Arten

Zur Vergesellschaftung von Channa nachi mit anderen Fischarten liegen keine Erfahrungsberichte vor. Adulte Schlangenkopffische sind Raubfische (piscivor), die sich von Fischen, Amphibien und Krebstieren ernähren. Kleinere Fische würden als Beute betrachtet. Eine Vergesellschaftung mit robusten, größeren Fischarten könnte möglich sein, sollte aber nur von erfahrenen Aquarianern und unter sorgfältiger Beobachtung durchgeführt werden. Juvenile C. nachi ernähren sich von Zooplankton, kleinen Insekten und Krebstieren.

Ernährung & Fütterung

In der Natur ernähren sich juvenile Channa nachi von Zooplankton, kleinen Insekten und Krebstieren. Adulte Tiere sind Raubfische (piscivor) und fressen Fische, Amphibien, Krebstiere und gelegentlich kleine Säugetiere. Im Aquarium sollte eine proteinreiche Ernährung angeboten werden. Lebendfutter wie kleine Fische, Garnelen und Insekten entspricht der natürlichen Ernährung. Frostfutter kann als Alternative dienen. Eine Gewöhnung an Trockenfutter ist bei Schlangenkopffischen oft schwierig und sollte schrittweise erfolgen. Die attraktive Färbung macht C. nachi potenziell interessant für den internationalen Aquarienhandel, wobei eine artgerechte Ernährung essentiell für Farberhalt und Gesundheit ist.

Zucht & Vermehrung

Zur Fortpflanzung von Channa nachi liegen keine spezifischen Daten vor. Schlangenkopffische der Familie Channidae sind Eierleger mit ausgeprägter Brutpflege. Viele Arten bauen Schaumnester oder bewachen ihre Eier in Höhlen. Die Elterntiere, oft das Männchen, zeigen intensive Brutpflegeverhalten und verteidigen die Brut aggressiv. Geschlechtsunterschiede, Laichauslöser und Details zur Larvenaufzucht müssen für C. nachi noch dokumentiert werden. Zuchterfolge könnten wichtig werden, um den Druck auf Wildpopulationen durch den Aquarienhandel zu reduzieren.

Gesundheit & typische Probleme

Zu spezifischen Gesundheitsproblemen von Channa nachi liegen keine Informationen vor. Allgemein sind Schlangenkopffische robuste Fische, die durch ihr suprabranchiales Organ auch ungünstige Wasserbedingungen tolerieren. Dennoch sollten stabile Wasserwerte und gute Wasserqualität gewährleistet sein. Typische Aquarienkrankheiten wie Ichthyo, bakterielle Infektionen oder Parasiten können auch Schlangenkopffische befallen. Quarantäne neuer Tiere und regelmäßige Wasserwechsel sind wichtige Präventivmaßnahmen. Die Fähigkeit zur Luftatmung erfordert freien Zugang zur Wasseroberfläche.

Schutzstatus & Verantwortung

IUCN Red List
NE (Not Evaluated) - Die Art wurde 2025 neu beschrieben und noch nicht bewertet. Ein Assessment steht aus.

CITES
Nicht gelistet - Channa nachi ist derzeit nicht in den CITES-Anhängen aufgeführt.

WISIA (Deutschland)
Nicht geschützt - Die Art ist nicht in der WISIA-Datenbank gelistet. Ein Herkunftsnachweis ist nicht erforderlich.

Als neu entdeckte Art mit begrenztem Verbreitungsgebiet im Simsang-Flusssystem könnte Channa nachi potenziell gefährdet sein. Die attraktive Färbung macht die Art interessant für den internationalen Aquarienhandel. Verantwortungsvolle Aquarianer sollten auf Nachzuchten warten und keine Wildfänge erwerben. Der Schutz des natürlichen Lebensraums in Meghalaya ist essentiell für das Überleben der Art. Weitere Forschung zu Verbreitung, Populationsgröße und ökologischen Anforderungen ist dringend erforderlich.


Häufig gestellte Fragen

Ist Channa nachi für Anfänger geeignet?
Nein, Channa nachi ist eine Art für erfahrene Aquarianer. Als Raubfisch mit speziellen Anforderungen und der Fähigkeit zur Luftatmung benötigt die Art ein gut geplantes Aquarium mit sicherem Deckel. Zudem liegen noch keine Langzeiterfahrungen zur Haltung vor, da die Art erst 2025 beschrieben wurde.

Wie groß wird Farham's Snakehead?
Die genaue Maximalgröße von Channa nachi ist noch nicht dokumentiert. Die Art wird als mittelgroß eingestuft, was bei Schlangenkopffischen typischerweise eine Länge von 20-40 cm bedeuten kann. Weitere Beobachtungen sind erforderlich.

Kann man Channa nachi mit anderen Fischen halten?
Adulte Channa nachi sind Raubfische, die sich von Fischen ernähren. Kleinere Fische würden als Beute betrachtet. Eine Vergesellschaftung mit robusten, größeren Arten könnte möglich sein, ist aber riskant und nur für Experten zu empfehlen.

Braucht Farham's Snakehead Luftatmung?
Ja, wie alle Schlangenkopffische besitzt Channa nachi ein suprabranchiales Organ zur Luftatmung. Die Art muss regelmäßig an die Wasseroberfläche kommen, um Luft zu atmen. Ein freier Zugang zur Oberfläche ist zwingend erforderlich. Ein gut schließender Deckel verhindert das Herausspringen.

Wo kann man Channa nachi kaufen?
Da die Art erst 2025 wissenschaftlich beschrieben wurde, sind derzeit wahrscheinlich keine Tiere im Handel verfügbar. Sollte die Art zukünftig angeboten werden, sollten ausschließlich Nachzuchten erworben werden, um Wildpopulationen zu schützen. Der Handel mit Wildfängen sollte vermieden werden.



Wissenschaftliche Quellen