Hasemania nana

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Hasemania nana - Kupfersalmler
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Hasemania nana - Kupfersalmler
 
Hasemania nana -
Kupfersalmler

Wissenschaftlicher Name
Hasemania nana (Synonym: Hasemania marginata)
Familie
Acestrorhamphidae (ehemals Echte Salmler / Characidae)
Ordnung
Salmlerartige (Characiformes)
Name
Kupfersalmler (auch Silberspitzensalmler genannt)
Herkunft
Rio Sao Francisco, Quellgebiet des Rio Purus in Brasilien Brazil
Lebensraum
Schnell fließende, klare Weißwasser- und Schwarzwasserbäche, oft in dicht bewachsenen, schattigen Bereichen.
Ernährung
Omnivor (Allesfresser); frisst gängiges Trockenfutter, Flocken, bevorzugt aber feines Lebend- und Frostfutter (z. B. Artemia, Cyclops, Daphnien).
Größe
ca. 5 cm
Lebenserwartung
Bis zu 10 Jahre (bei optimaler Haltung selten auch bis zu 12 Jahre).
Temperatur
22° - 28° C (Idealwert: ca. 24° - 25° C)
pH-Wert
6,0 - 7,8 (bevorzugt leicht sauer um 6,5)
Gesamthärte
5° - 15° dGH (toleriert auch weicheres Wasser ab 2° dGH)
Karbonathärte
2° - 10° dKH
Haltung
Mindestens im kleinen Schwarm (ab 6 - 10 Tieren); Aquarium ab 60 cm Kantenlänge (ca. 54 - 80 Liter) mit dicht bepflanzten Randzonen und ausreichend freiem Schwimmraum.
Schwierigkeitsgrad
Für Anfänger geeignet (sehr robuster und anpassungsfähiger Fisch).
Sozialverhalten
Lebhafter, meist friedlicher Schwarmfisch; Männchen besetzen zur Laichzeit kleine Mini-Reviere und zeigen harmlose Imponier- und Scheingefechte.
IUCN-Status
Nicht bewertet (NE / Not Evaluated) oder Unbedenklich (LC / Least Concern), da die Art im Zoohandel fast ausschließlich über Nachzuchten verbreitet ist und keine aktuellen globalen Gefährdungsdaten vorliegen.
Verbreitungskarte & Fundort
Der wissenschaftliche Name Hasemania nana bezeichnet einen der lebhaftesten, ausdauerndsten und unbestritten anziehendsten Vertreter aus der großen Familie der Echten Salmler. Im deutschen Sprachraum ist dieser schwimmfreudige Winzling unter dem treffenden Namen Kupfersalmler bekannt. Seinen wunderschönen Namen verdankt er der charakteristischen, intensiv glühenden Färbung der männlichen Tiere, die das Aquarium besonders bei geschicktem Lichteinfall wie mit flüssigem Kupfer durchflutet wirken lässt und ihm in der Aquaristik seit vielen Jahrzehnten einen festen Ehrenplatz sichert.

Optik & Verhalten

Das äußere Erscheinungsbild dieses kleinen Fisches fasziniert durch ein warmes, metallisches Farbenspiel und eine Besonderheit in der Anatomie. Im Gegensatz zu den allermeisten echten Salmlerarten fehlt dem Kupfersalmler die ansonsten gattungstypische Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse völlig. Die männlichen Tiere tragen eine prachtvolle, intensiv kupferrote bis tief goldorangefarbene Grundfärbung, während die Weibchen im direkten Kontrast dazu deutlich schlichter in helleren, gelblich-silbernen Tönen gefärbt sind. Ein unverkennbares Markenzeichen der Art sind die leuchtend weiß bis cremefarbenen Spitzen an den Enden der unpaaren Flossen, die beim Schwimmen wie kleine, funkelnde Lichter wirken, sowie ein dunkler Längsstreifen, der auf der Schwanzwurzel endet. Mit einer maximalen Endgröße von gerade einmal vier bis viereinhalb Zentimetern bleiben sie erfreulich kompakt. Ihr Verhalten lässt sich am besten als hyperaktiv, selbstbewusst und ungemein quirlig beschreiben. Sie sind unermüdliche Dauerschwimmer, die in rasantem Tempo durch das Becken jagen, wobei die Männchen in permanenten, beeindruckenden Scheingefechten mit weit gespreizten Flossen umeinander kreisen, um ihre kleinen Mini-Reviere abzustecken.

Natürlicher Lebensraum & Herkunft

Die ursprüngliche Heimat des Kupfersalmlers liegt in den tropischen Gewässersystemen Südamerikas, wo er endemisch in den weiten Einzugsgebieten des Rio São Francisco und des Rio Purus in Brasilien beheimatet ist. Er bewohnt dort vorzugsweise die flachen, schattigen und extrem sauberen Schwarzwasser- und Klarwasserbäche, die oft tief durch den tropischen Regenwald führen. Ein ganz typisches ökologisches Merkmal seines Habitats ist die dichte Überdachung durch die Vegetation, wodurch das Wasser trotz der tropischen Hitze angenehm temperiert bleibt und durch herabgefallenes Laub, Wurzelwerk und organische Stoffe reich an Gerbstoffen und Huminsäuren ist, was dem Wasser eine sanfte, teeähnliche Färbung verleiht.

Artgerechte Haltung im Aquarium

Obwohl es sich um relativ kleine Fische handelt, verbietet ihr unbändiger Bewegungsdrang und ihr ausgeprägtes Sozialverhalten eine dauerhafte Pflege in kleinen Nano-Aquarien. Ein artgerechtes Zuhause erfordert aufgrund der rasanten Sprints und der lebhaften Interaktionen der Tiere zwingend eine großzügige Schwimmfläche, weshalb die Haltung in Becken ab einem Mindestvolumen von achtzig Litern oder einer Kantenlänge ab achtzig Zentimetern beginnen sollte. Die Art gilt als extrem robust und anpassungsfähig, was sie zu einem perfekten Kandidaten für Einsteiger macht. Eine gut schließende Aquarienabdeckung ist ratsam; da die Tiere bevorzugt in den oberen und mittleren Wasserschichten leben und bei ihren turbulenten Verfolgungsjagden sehr agil reagieren, können sie im Eifer des Gefechts versehentlich aus dem Wasser schnellen.

Aquarium-Einrichtung
Bei der Gestaltung des Aquariums muss dem enormen Platzbedarf der Fische oberste Priorität eingeräumt werden, weshalb man eine kluge Kombination aus Struktur und freier Rennstrecke wählen sollte. Ein dunkler Bodengrund aus feinem Sand oder Kies ist ideal, da er den Fischen optische Sicherheit gibt und die kupferfarbenen Töne der Männchen phänomenal zum Leuchten bringt. Das Zentrum des Beckens sollte komplett frei von Dekoration bleiben, um den unermüdlichen Schwimmern eine ununterbrochene Schwimmbahn für ihre Sprints zu bieten. Die Seitenwände und die Hintergrundzone sollten hingegen mit einer dichten Randbepflanzung aus Vallisnerien, Wasserpest oder feinfiedrigen Stängelpflanzen versehen werden. Eine großzügige Decke aus Schwimmpflanzen ist absolut empfehlenswert, um das Licht effektiv zu dämpfen, da die Salmler pralle Sonne meiden und unter diffusem Licht ihre natürlichste Farbenpracht zeigen.

Wasserwerte & Technik
In Bezug auf die Wasserchemie erweist sich der Kupfersalmler als überaus dankbarer und toleranter Pflegling, solange das Wasser sauber und frei von extremen organischen Belastungen ist. Er gedeiht hervorragend in weichem bis hartem Wasser mit einer Gesamthärte zwischen fünf und zwanzig Grad und einem pH-Wert, der sich stabil im neutralen bis leicht sauren Bereich zwischen sechs und etwa siebenkommafünf bewegen sollte. Die Wassertemperatur ist optimal bei Werten zwischen zweiundzwanzig und achtundzwanzig Grad Celsius eingestellt. Technisch reicht ein zuverlässiger Innen- oder Außenfilter vollkommen aus, der für eine gründliche biologische Reinigung sorgt und eine moderate, spürbare Strömung erzeugt, gegen die die agilen Fische leidenschaftlich gerne anschwimmen, da dies ihrer Natur in den heimischen Bachläufen entspricht.

Gruppenhaltung & Sozialverhalten
Der Kupfersalmler ist ein absolut obligatorischer Schwarmfisch, dessen hochinteressantes und temperamentvolles Sozialverhalten zwingend an die Gegenwart einer größeren Zahl von Artgenossen gekoppelt ist. Eine artgerechte Haltung darf niemals unter einer Mindeststärke von zehn bis fünfzehn Individuen stattfinden, wobei ein größerer Schwarm ab zwanzig Tieren ein deutlich harmonischeres Bild abgibt. Innerhalb dieses Schwarms herrscht eine dynamische Hierarchie. Die Männchen besetzen oft kleine, temporäre Individualdistanzen im Pflanzendickicht und verteidigen diese mit imposanten Drohgebärden gegen Konkurrenten. Im dichten Verband finden die Fische ihre lebensnotwendige Sicherheit und der permanente Trieb der Männchen verteilt sich gleichmäßig, ohne dass ein einzelnes Tier überfordert wird.

Vergesellschaftung mit anderen Arten

Dank seines im Grunde friedfertigen Charakters eignet sich dieser Salmler gut für das klassische Gesellschaftsbecken, sofern die Mitbewohner mit seinem quirligen Temperament umgehen können. Er kann problemlos mit einer Vielzahl von ebenso robusten Fischen wie kleineren Salmlern, Bärblingen, lebendgebärenden Zahnkarpfen sowie bodenorientierten Panzerwelsen und Harnischwelsen vergesellschaftet werden. Aufgrund der enormen Hektik und Schnelligkeit der Kupfersalmler sollten sie jedoch nicht mit extrem ruhigen, scheuen oder langsam fressenden Arten wie Zwergfadenfischen oder Schleierkampffischen gepflegt werden, da diese durch die permanenten Sprints gestresst und bei der Fütterung zu kurz kommen würden. Zudem neigen Kupfersalmler bei zu kleinen Gruppengrößen oder Langeweile gelegentlich dazu, an den langen Flossen langsamer Mitbewohner zu zupfen.

Ernährung & Fütterung

Als klassischer Allesfresser mit einer ausgeprägten Vorliebe für fleischliche Kost ist der Fisch bei der Nahrungsaufnahme absolut unkompliziert und nimmt dankbar jedes angebotene Futter an, das in sein relativ kleines Maul passt. Hochwertiges Flockenfutter, feines Granulat oder schwimmende Futtertabletten bilden eine solide und unkomplizierte Basis für die tägliche Ernährung. Um die maximale Vitalität, Lebensfreude und die intensiv leuchtende Kupferfärbung der Fische dauerhaft zu fördern, sollte der Speiseplan regelmäßig durch feines Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Daphnien, Cyclops sowie weiße und schwarze Mückenlarven ergänzt werden. Da die Fische ihre Nahrung bevorzugt im Sinken aus dem Freiwasser aufnehmen, sollte maßvoll gefüttert werden.

Zucht & Vermehrung

Die Vermehrung im Aquarium ist ein relativ einfaches Unterfangen, sofern man ein separates Zuchtbecken einrichtet. Da es sich um Freilaicher handelt, die keinerlei Brutpflege betreiben und extreme Laichräuber sind, würde der Nachwuchs im Gesellschaftsbecken sofort gefressen werden. Für eine gezielte Zucht setzt man ein gut genährtes Paar am Abend in ein kleines, schwach beleuchtetes Becken, das mit einem dicken Büschel aus Javamoos oder einem Laichgitter am Boden ausgestattet ist. Durch einen kühleren Wasserwechsel lässt sich die Laichbereitschaft triggern, woraufhin das Weibchen in den frühen Morgenstunden seine Eier ins freie Wasser abgibt. Sofort danach müssen die Elterntiere wieder entfernt werden. Die winzigen Larven schlüpfen nach rund vierundzwanzig bis sechsunddreißig Stunden und müssen nach dem Freischwimmen mit feinstem Staubfutter, Infusorien und frisch geschlüpften Artemia-Nauplien aufgezogen werden.

Gesundheit & typische Probleme

Grundsätzlich gilt der Kupfersalmler als einer der zähesten und krankheitsresistentesten Pfleglinge überhaupt, der selbst kleinere Haltungsfehler oder Schwankungen der Wasserwerte oft völlig unbeschadet übersteht. Dennoch kann es bei mangelnder Beckenhygiene, extremem Stress oder dem Einsetzen neuer, nicht unter Quarantäne gestellter Fische zu Ausbrüchen der klassischen Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthirius) kommen. Auf diese Parasitenerkrankung reagieren Salmler jedoch meist gut auf handelsübliche Medikamente, sofern die Behandlung rechtzeitig begonnen wird. Wöchentliche Teilwasserwechsel von etwa dreißig Prozent und eine abwechslungsreiche Fütterung sind die beste Prophylaxe, um das Immunsystem der Fische dauerhaft stabil zu halten.

Schutzstatus & Verantwortung

Der Kupfersalmler unterliegt beim Erwerb im Zoohandel keinerlei ökologischen oder artenschutzrechtlichen Bedenken, da der weltweite Bedarf seit vielen Jahrzehnten vollständig durch unkomplizierte Nachzuchten aus kommerziellen Großzüchtereien gedeckt wird und somit kein einziges Tier der Natur entnommen werden muss. Jeder Halter trägt jedoch die moralische Verantwortung, den Tieren die essenzielle Gruppengröße und ausreichend Schwimmraum zu gewähren, um ihrem lebhaften Naturell gerecht zu werden. Ein Aussetzen dieser tropischen Fische in die mitteleuropäische Natur ist strengstens verboten; sie würden den harten Winter aufgrund ihrer Herkunft absolut nicht überleben.

IUCN
In der Roten Liste der IUCN wird die Art Hasemania nana aktuell als nicht gefährdet (Least Concern) eingestuft. Aufgrund ihres relativ großen Verbreitungsgebietes im Osten Brasiliens und ihrer enormen Fortpflanzungsrate gelten die Wildbestände in den dortigen Flusssystemen derzeit noch als weitgehend stabil.

CITES
Der Kupfersalmler ist gegenwärtig nicht in den Anhängen des internationalen CITES-Artenschutzübereinkommens gelistet. Es existieren somit weltweit keinerlei Handelsbeschränkungen, behördlichen Exportquoten oder speziellen Nachweispflichten für den legalen Kauf oder Verkauf dieser Fische im Heimtiersektor.

WISIA
Im deutschen wissenschaftlichen Artenschutz-Informationssystem WISIA wird die Art aktuell nicht als geschützte oder invasive Art mit speziellen Halte- oder Vermarktungsverboten geführt. Der legale Handel, die Weitergabe und die Pflege der Tiere sind im europäischen Raum somit vollkommen frei von behördlichen Meldepflichten möglich.

Häufig gestellte Fragen

Wie alt können Kupfersalmler im Aquarium werden?
Diese kleinen Salmler besitzen eine solide Lebenserwartung und können bei artgerechter Haltung, guter Wasserqualität und abwechslungsreicher Fütterung im Aquarium ein Alter von drei bis zu fünf Jahren erreichen.

Warum zeigen meine Kupfersalmler kaum Farbe und wirken eher blass?
Die volle, intensiv glühende Kupferfärbung zeigt sich erst bei gut eingewöhnten, dominanten Männchen in einem gut strukturierten Becken. Ein zu heller Bodengrund, grelle Beleuchtung ohne dämpfende Schwimmpflanzen oder anhaltender Stress durch falsche Mitbewohner lassen die Fische blass und gräulich-gelb wirken.

Stimmt es, dass Kupfersalmler andere Fische attackieren?
Kupfersalmler sind im Grunde friedlich, aber ungemein temperamentvoll. Wenn sie in zu kleinen Gruppen unter zehn Tieren gehalten werden, bricht ihr natürliches Schwarmgefüge zusammen und sie neigen dazu, ihre Hektik oder Aggressionen an langflossigen Mitbewohnern auszulassen, weshalb die Gruppengröße entscheidend ist.

Fressen diese Fische die feinen Aquarienpflanzen auf?
Nein, überhaupt nicht. Obwohl sie Allesfresser sind, vergreifen sie sich niemals an gesunden Aquarienpflanzen. Sie nutzen das dichte Grün lediglich als Kletter- und Rückzugsort sowie als Sichtschutz während ihrer harmlosen Revierstreitigkeiten.

Wie unterscheide ich Männchen und Weibchen zuverlässig?
Die Geschlechterunterscheidung ist bei dieser Art erfreulich einfach. Die Männchen leuchten in einem intensiven Kupfern- bis Goldrot und besitzen strahlend weiße Flossenspitzen, während die Weibchen deutlich fülliger gebaut sind, eine blassere, gelblich-silberne Färbung tragen und oft cremefarbene statt rein weiße Spitzen aufweisen.