Inpaichthys luizae – Neu entdeckter Salmler aus Zentralbrasilien
Wissenschaftlicher Name
Inpaichthys luizae (Dagosta, 2025)
Inpaichthys luizae (Dagosta, 2025)
Familie
Acestrorhampidae
Acestrorhampidae
Ordnung
Characiformes (Salmlerartige)
Characiformes (Salmlerartige)
Name
...
...
Herkunft
Zuflüsse des Rio dos Peixes, Rio Juruena-Becken, Brasilien
Zuflüsse des Rio dos Peixes, Rio Juruena-Becken, Brasilien
Lebensraum
Tropische Klarwasserflüsse
Tropische Klarwasserflüsse
Ernährung
Vermutlich Carnivor bis Omnivor
Vermutlich Carnivor bis Omnivor
Größe
3 - 5 cm
3 - 5 cm
Lebenserwartung
3 bis 5 Jahre
3 bis 5 Jahre
Temperatur
24 °C - 28 °C
24 °C - 28 °C
pH-Wert
5,5 - 7,5
5,5 - 7,5
Gesamthärte
2 - 12 °dGH
2 - 12 °dGH
Karbonathärte
1 - 8 °dKH
1 - 8 °dKH
Haltung
Aquarium
Aquarium
Schwierigkeitsgrad
Experte
Experte
Sozialverhalten
Nicht dokumentiert
Nicht dokumentiert
IUCN-Status
Nicht bewertet (NE)
Nicht bewertet (NE)
Verbreitungskarte & Fundort
Inpaichthys luizae wurde erst 2025 von Fernando Cesar Paiva Dagosta wissenschaftlich beschrieben und gilt als eine der spektakulärsten Neuentdeckungen unter den Salmlern. Die Art stammt aus dem Rio Juruena-Becken im zentralen Brasilien und zeichnet sich durch eine charakteristische dunkle Längsbinde aus, die sich vom Ende der Brustflossenstrahlen bis zur Schwanzflossenbasis erstreckt. Als jüngste Art der Gattung Inpaichthys liegen bislang nur wissenschaftliche Erstbeschreibungsdaten vor, während praktische Erfahrungen zur Aquarienhaltung noch fehlen. Die Art gehört zur Familie Acestrorhampidae innerhalb der Ordnung Characiformes.
Optik & Bestimmungsmerkmale
Inpaichthys luizae besitzt als Autapomorphie (einzigartiges Merkmal) eine gut definierte, relativ breite schräge dunkle ventrolaterale Längsbinde am Körper. Diese erstreckt sich vom Ende der Brustflossenstrahlen bis zur Basis der mittleren Schwanzflossenstrahlen und setzt sich gerade bis zur Spitze der mittleren Schwanzflossenstrahlen fort. Im Gegensatz zu den Verwandtschaftsarten I. nambiquara und I. parauapiranga fehlt der Schulterfleck vollständig. Von I. kerri unterscheidet sich die Art durch 19–21 verzweigte Afterflossenstrahlen (gegenüber 22–26 bei I. kerri). Verwechslungsgefahr besteht mit Inpaichthys kerri, I. parauapiranga und I. nambiquara, wobei die genannten Merkmale eine sichere Bestimmung ermöglichen.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Die Typ-Lokalität von Inpaichthys luizae liegt in den Zuflüssen des Rio dos Peixes-Beckens, einem Nebenfluss des Rio Juruena im zentralen Brasilien. Das Verbreitungsgebiet umfasst das Rio Juruena-Becken innerhalb des größeren Rio Tapajós-Systems. Detaillierte Angaben zum spezifischen Habitattyp, zur Höhenlage oder zu den genauen geografischen Koordinaten liegen aufgrund der erst kürzlich erfolgten Erstbeschreibung noch nicht vor. Das Rio Juruena-Becken ist Teil des Amazonas-Einzugsgebiets und zeichnet sich durch tropische Klarwasserflüsse aus.
Artgerechte Haltung im Aquarium
Aufgrund der Neubeschreibung im Jahr 2025 liegen derzeit keine dokumentierten Erfahrungen zur Aquarienhaltung von Inpaichthys luizae vor. Basierend auf der Verwandtschaft zu anderen Inpaichthys-Arten ist anzunehmen, dass die Art anspruchsvoll in der Pflege ist und den Schwierigkeitsgrad 'Experte' rechtfertigt. Konkrete Empfehlungen zu Beckengröße, Einrichtung, Wasserwerten, Fütterung und Vergesellschaftung können erst nach ersten Haltungserfahrungen gegeben werden. Interessierte Aquarianer sollten sich an den Haltungsbedingungen verwandter Arten orientieren und engmaschig mit erfahrenen Züchtern austauschen.
Ernährung & Fütterung
Das natürliche Nahrungsspektrum und die Fressstrategie von Inpaichthys luizae sind wissenschaftlich noch nicht dokumentiert. Aufgrund der systematischen Zugehörigkeit zur Familie Acestrorhampidae ist von einer carnivoren bis omnivoren Ernährungsweise auszugehen, wie sie für viele Salmler typisch ist. Konkrete Fütterungsempfehlungen für die Aquarienhaltung können erst nach ersten praktischen Erfahrungen formuliert werden.
Zucht & Vermehrung
Zur Fortpflanzungsbiologie von Inpaichthys luizae liegen bislang keine Daten vor. Weder Fortpflanzungstyp, Geschlechtsunterschiede, Laichtrigger noch Details zur Eiablage oder Larvenaufzucht sind dokumentiert. Die Art wurde erst 2025 beschrieben, sodass Zuchterfahrungen in Aquarien noch ausstehen.
Gesundheit & typische Probleme
Aufgrund fehlender Haltungserfahrungen können derzeit keine spezifischen Aussagen zu Gesundheitsproblemen oder typischen Krankheiten bei Inpaichthys luizae getroffen werden. Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen wie stabile Wasserwerte, artgerechte Ernährung und Quarantäne bei Neubesatz gelten selbstverständlich auch für diese Art.
Schutzstatus & Verantwortung
IUCN
Nicht bewertet (NE). Die Art wurde 2025 erstbeschrieben und noch nicht durch die IUCN evaluiert.
Nicht bewertet (NE). Die Art wurde 2025 erstbeschrieben und noch nicht durch die IUCN evaluiert.
CITES
Nicht gelistet. Inpaichthys luizae unterliegt keinen internationalen Handelsbeschränkungen gemäß Washingtoner Artenschutzübereinkommen.
Nicht gelistet. Inpaichthys luizae unterliegt keinen internationalen Handelsbeschränkungen gemäß Washingtoner Artenschutzübereinkommen.
WISIA
Nicht geschützt. Die Art ist nicht in der WISIA-Datenbank gelistet. Ein Herkunftsnachweis ist nach deutschem Artenschutzrecht nicht erforderlich.
Nicht geschützt. Die Art ist nicht in der WISIA-Datenbank gelistet. Ein Herkunftsnachweis ist nach deutschem Artenschutzrecht nicht erforderlich.
Trotz des fehlenden formalen Schutzstatus sollten Aquarianer verantwortungsvoll mit dieser neu entdeckten Art umgehen. Die Entnahme aus der Natur sollte strikt vermieden und nur Nachzuchten erworben werden, sobald diese verfügbar sind. Die wissenschaftliche Erforschung der Art steht noch am Anfang, weshalb jede Beobachtung zur Biologie und Haltung wertvoll ist.
Häufig gestellte Fragen
Wann wurde Inpaichthys luizae entdeckt?
Die Art wurde 2025 von Fernando Cesar Paiva Dagosta wissenschaftlich beschrieben und ist damit eine der jüngsten Neuentdeckungen unter den Salmlern aus Südamerika.
Wie unterscheidet sich Inpaichthys luizae von verwandten Arten?
Die Art besitzt eine charakteristische dunkle Längsbinde vom Brustflossenende bis zur Schwanzflossenspitze und hat keinen Schulterfleck (im Gegensatz zu I. nambiquara und I. parauapiranga). Von I. kerri unterscheidet sie sich durch 19–21 statt 22–26 verzweigte Afterflossenstrahlen.
Die Art wurde 2025 von Fernando Cesar Paiva Dagosta wissenschaftlich beschrieben und ist damit eine der jüngsten Neuentdeckungen unter den Salmlern aus Südamerika.
Wie unterscheidet sich Inpaichthys luizae von verwandten Arten?
Die Art besitzt eine charakteristische dunkle Längsbinde vom Brustflossenende bis zur Schwanzflossenspitze und hat keinen Schulterfleck (im Gegensatz zu I. nambiquara und I. parauapiranga). Von I. kerri unterscheidet sie sich durch 19–21 statt 22–26 verzweigte Afterflossenstrahlen.
Kann man Inpaichthys luizae im Aquarium halten?
Aufgrund der Neubeschreibung 2025 liegen noch keine praktischen Haltungserfahrungen vor. Die Art gilt als anspruchsvoll (Schwierigkeitsgrad: Experte) und sollte nur von sehr erfahrenen Aquarianern gepflegt werden.
Wo kommt Inpaichthys luizae in der Natur vor?
Die Art stammt aus den Zuflüssen des Rio dos Peixes im Rio Juruena-Becken, das zum Rio Tapajós-System im zentralen Brasilien gehört.
Steht Inpaichthys luizae unter Artenschutz?
Nein, die Art ist weder von der IUCN bewertet noch in CITES oder WISIA gelistet. Dennoch sollten ausschließlich Nachzuchten erworben werden, um Wildpopulationen zu schonen.
Wissenschaftliche Quellen
- Dagosta, F.C.P. (2025)
An Ode to Beauty: the Discovery of one of the most spectacular Tetras (Characiformes: Acestrorhampidae) - A New Species of Inpaichthys from the rio Juruena, Brazil. Neotrop Ichthyol. 23(3):e250052 - Eschmeyer's Catalog of Fishes (2025)
Inpaichthys luizae Dagosta 2025 - IUCN Red List of Threatened Species (2025)
Art nicht bewertet - WISIA - Wissenschaftliches Informationssystem zum Internationalen Artenschutz (2025)
Art nicht gelistet
