Melanotaenia ogilbyi

Melanotaenia ogilbyi
 
Melanotaenia ogilbyi

Wissenschaftlicher Name
Melanotaenia ogilbyi (Weber, 1910)
Familie
Melanotaeniidae (Regenbogenfische)
Ordnung
Atheriniformes (Ährenfischartige)
Name
Ogilby´s Regenbogenfisch
Herkunft
West-Papua / Irian Jaya (Indonesien Indonesia), Insel Neuguinea Papua new Guinea
Lebensraum
Kleine, schattige, teefarbene Regenwaldbäche (Schwarzwasser).
Ernährung
Omnivor (Allesfresser); bevorzugt feines Lebend- und Frostfutter (z. B. Artemia, Cyclops) sowie hochwertiges Flockenfutter.
Größe
6 - 7 cm (Männchen werden etwas größer und hochrückiger als Weibchen).
Lebenserwartung
5 bis 8 Jahre (bei guter Pflege im Aquarium).
Temperatur
24° - 26° C
pH-Wert
6,0 - 7,5 (bevorzugt leicht sauer bis neutral)
Gesamthärte
5° - 15° dGH (weiches bis mittelhartes Wasser)
Karbonathärte
3° - 10° dKH
Haltung
Gruppenhaltung (mindestens 6 - 10 Tiere); Aquarium ab 80 cm Kantenlänge. Sehr wichtig sind hohe Wasserhygiene und regelmäßige Wasserwechsel, da die Art empfindlich auf Keimdichte reagiert.
Schwierigkeitsgrad
Mittelschwer / Für Fortgeschrittene (aufgrund der hohen Ansprüche an die Wasserqualität).
Sozialverhalten
Sehr friedlicher, lebhafter Schwarmfisch. Perfekt für die Vergesellschaftung mit anderen friedlichen Fischen (z. B. Pseudomugil ivantsoffi oder kleinen Grundeln).
IUCN-Status
Gefährdet (VU / Vulnerable)
Verbreitungskarte & Fundort
Der wissenschaftliche Name Melanotaenia ogilbyi bezeichnet eine der ganz großen Raritäten und versteckten Schätze aus der Familie der Regenbogenfische. Im deutschen Sprachraum ist dieser feine Freiwasserschwimmer unter dem Namen Ogilbys Regenbogenfisch bekannt. Seinen wissenschaftlichen Artnamen verdankt er dem bedeutenden australischen Ichthyologen James Douglas Ogilby, der sich intensiv um die Erforschung der indopazifischen und australischen Fischfauna verdient gemacht hat. Diese Art wird im Vergleich zu ihren weltberühmten Verwandten extrem selten im Handel angeboten und gilt unter passionierten Liebhabern der Regenbogenfisch-Gemeinschaft als absoluter Geheimtipp.

Optik & Verhalten

Das äußere Erscheinungsbild dieses Fisches fasziniert durch ein subtiles, ungemein edles Farbspiel und eine dynamische Körperform. Der Körper ist gattungstypisch hochrückig, seitlich stark komprimiert und läuft in einem spitz zulaufenden Kopf aus. Die Grundfärbung der Fische ist ein elegantes Silbergrau bis zartes Olivgrün, das je nach Lichteinfall in wunderschönen Perlmutt-, Blau- und Violetttönen schimmert. Entlang der Flanken zieht sich ein feiner, dunkler Längsstreifen, der sich zur Paarungszeit intensiv schwarz färbt, während die unpaaren Flossen der Männchen mit feinen rötlichen oder dunkelbraunen Rändern und Mustern verziert sind. Die Männchen werden mit einer maximalen Endgröße von etwa acht bis zehn Zentimetern deutlich größer, massiver und hochrückiger als die Weibchen, welche insgesamt kleiner, schlanker und in einer schlichteren, blasseren Silberfärbung verbleiben. Ihr Verhalten lässt sich am besten als überaus agil, friedfertig und unermüdlich beschreiben. Als klassische Schwarmfische sind sie pfeilschnelle Dauerschwimmer, die in einer engen Dynamik durch das Becken ziehen, wobei die dominanten Männchen in den frühen Morgenstunden bei der Balz atemberaubende Imponiertänze aufführen, bei denen sie ihre Flossen maximal spreizen.

Natürlicher Lebensraum & Herkunft

Die Heimat von Ogilbys Regenbogenfisch liegt in den tropischen Tieflandregionen im Süden von West-Papua (Indonesien). Dort bewohnt die Art endemisch ein relativ begrenztes Verbreitungsgebiet, das sich vor allem über die Einzugsgebiete des Lorenz-Flusses und des Iwaka-Flusses erstreckt. Ihr natürliches Habitat besteht vorzugsweise aus kleinen, klaren Regenwaldbächen, langsam fließenden Flussarmen und sumpfigen Gewässerabschnitten des Tieflandes. Ein ganz typisches ökologisches Merkmal ihres Lebensraumes ist die dichte Überdachung durch den tropischen Dschungel, wodurch das Wasser trotz der Äquatornähe schattig und angenehm temperiert bleibt und der sandig-kiesige Gewässerboden oft von herabgefallenen Ästen, Laub und dichten Wurzelsystemen strukturiert wird.

Artgerechte Haltung im Aquarium

Aufgrund ihres enormen Bewegungsdrangs, ihrer Agilität und ihres ausgeprägten Schwarmverhaltens stellt die Art klare Ansprüche an die Dimensionen des Beckens, weshalb eine dauerhafte Haltung in kleineren Standardaquarien absolut nicht artgerecht ist. Ein passendes Zuhause erfordert aufgrund der schnellen Sprints der Tiere zwingend eine großzügige Kantenlänge, weshalb das Beckenvolumen mindestens einhundertfünfzig bis zweihundert Liter oder eine reine Kantenlänge ab einhundert Zentimetern aufweisen sollte. Die Fische gelten als erfreulich robust und anpassungsfähig, verlangen jedoch nach einer hohen Konstanz der Wasserqualität. Eine absolut lückenlos schließende Aquarienabdeckung ist eine lebenswichtige Grundvoraussetzung; da die Tiere bevorzugt im mittleren und oberen Bereich leben und bei ihren turbulenten Balzspielen meterweit aus dem Wasser schnellen können, nutzen sie jede kleine Öffnung für fatale Sprünge ins Trockene.

Aquarium-Einrichtung
Bei der Gestaltung des Aquariums muss dem enormen Platzbedarf des Schwarms oberste Priorität eingeräumt werden, weshalb man eine kluge Kombination aus freier Rennstrecke und Struktur wählen sollte. Der Bodengrund kann aus feinem Sand oder dunklem Kies bestehen, auf dem große, glatte Steinaufbauten und verzweigte Moorkienwurzeln platziert werden, die an das natürliche Flussbiotop erinnern. Das gesamte Zentrum und der vordere Bereich des Beckens müssen komplett frei von Dekoration bleiben, um den unermüdlichen Schwimmern eine ununterbrochene Schwimmbahn für ihre Sprints zu bieten. Die Hintergrundzone und die Seitenwände sollten hingegen mit einer sehr dichten, robusten Randbepflanzung aus schnellwachsenden Stängelpflanzen oder Vallisnerien versehen werden, da diese Pflanzendickichte laichwilligen oder unterdrückten Tieren als Zufluchtsort dienen. Das Licht darf gerne intensiv sein, da unter direktem Lichteinfall der metallische Perlmuttglanz der Fische vollends zur Geltung kommt.

Wasserwerte & Technik
In Bezug auf die Wasserchemie erweist sich der Fisch als dankbarer und toleranter Pflegling, solange das Wasser sauber und frei von extremen organischen Belastungen ist. Im Gegensatz zu Arten aus reinen Karstseen bevorzugt Melanotaenia ogilbyi weiches bis mittelhartes Wasser mit einer Gesamthärte zwischen fünf und fünfzehn Grad. Der pH-Wert sollte sich stabil im neutralen bis leicht alkalischen Bereich zwischen sieben und knapp unter acht einpendeln. Die Wassertemperatur ist optimal im tropischen Bereich zwischen vierundzwanzig und sechsundzwanzig Grad Celsius eingestellt. Technisch empfiehlt sich ein leistungsstarker, biologisch überdimensionierter Außenfilter, der für eine exzellente Wasserreinigung sorgt und eine spürbare, moderate Strömung erzeugt, gegen die die agilen Fische leidenschaftlich gerne anschwimmen, da dies ihrer Natur entspricht und die Sauerstoffsättigung hoch hält.

Gruppenhaltung & Sozialverhalten
Ogilbys Regenbogenfisch ist unmissverständlich ein obligatorischer Gruppen- bzw. Schwarmfisch, dessen hochinteressantes Sozialverhalten zwingend an die Gegenwart einer größeren Zahl von Artgenossen gekoppelt ist und der niemals in Einzel- oder Paarhaltung gepflegt werden darf. Eine artgerechte Haltung darf unter keinen Umständen unter einer Mindeststärke von acht bis zehn Individuen stattfinden, wobei das faszinierende Schwarmverhalten erst bei größeren Gruppen ab fünfzehn Tieren seine vollendete Wirkung entfaltet. Innerhalb dieses Schwarms herrscht ein dynamisches und überaus lebhaftes Miteinander. Es gibt keine echte Revierbildung, aber die geschlechtsreifen Männchen besetzen in den Morgenstunden kleine, temporäre Balzzonen, in denen sie mit maximal gespreizten Flossen umeinander kreisen, um die Weibchen zu beeindrucken. Diese Imponiergefechte verlaufen völlig harmlos und verletzungsfrei.

Vergesellschaftung mit anderen Arten

Hans Georg Evers ist ein guter Freund von unserem Lieferant Jeffery in Indonesien und unternimmt, wenn es mal keinen Lockdown gibt, mit Ihm regelmäßig Fangtouren in Indonesien und Neuguinea. Die oftmals erstmals eingeführten Arten werden dann erst einmal in Hamburg vermehrt und dann zur Bestandssicherung für die Aquaristik zur Weiterzucht nach Indonesien geschickt. Wir freuen uns an dieser Stelle ein paar Infos von Ihm zu dem von Ihm dort gefundenen Arten veröffentlichen zu können.

Wer es lieber etwas kleiner mag , aber nicht minder farbenträchtig, der wird an Ogilby´s Regenbogenfisch, Melanotaenia ogilbyi, seine Freude haben. Mit 7cm Gesamtlänge ist diese Art auch schon für Aquarien ab 80cm Kantenlänge geeignet. Hier darf es auch gern weicheres bis mittelhartes Wasser sein. Die Art benötigt etwas mehr Aufmerksamkeit und gedeiht am besten bei guter Wasserpflege (24-26 °C, pH 6,0 – 7,5). Bei den von Aquarium Dietzenbach importierten Tieren handelt es sich um Importe aus der Umgebung der Stadt Timika, im südlichen Neuguinea. In der Natur kommt Melanotaenia ogilbyi zusammen mit dem Ivantsoff Blauauge Pseudomugil ivantsoffi vor. Beide Arten sind friedlich, lassen sich sehr gut miteinander vergesellschaften und leuchten in den schönsten Gelb- und Rottönen. Zur Belebung des Bodengrunds können auch noch kleine Klettergrundeln hinzugesetzt werden. Von den knallbunten Arten der Unterfamilie Sicydiinae hat Aquarium Dietzenbach gleich eine ganze Anzahl von Arten importiert. Die nur etwa 4cm erreichende Sicyopus discordipinnis mit ihrem roten Schwanz und dem metallischen Leuchtstreifen ist eine wahre Augenweide. Es macht großen Spaß, die kleinen Kobolde zwischen den kleinen und großen Flusskieseln zu entdecken. Hier lieben es die Männchen einen kleinen Hochsitz zu besetzen und die Umgebung zu beobachten. Eine strömungsreiche Filterung sollte den kleinen Klettergrundeln unbedingt angeboten werde. Erst dann entfalten sie ihre ganze Lebhaftigkeit.

  1. Melanotaenia ogilbyi
  2. Pseudomugil ivantsoffi
  3. Sicyopus discordipinnis
Dank seines absolut friedfertigen und toleranten Charakters eignet sich dieser Regenbogenfisch hervorragend für größere Gesellschaftsbecken, sofern die Mitbewohner mit seinem quirligen Temperament umgehen können. Er kann problemlos mit einer Vielzahl von ebenso robusten und friedlichen Fischen vergesellschaftet werden, wie beispielsweise mit anderen Regenbogenfischen, größeren Salmlern, verschiedenen Schmerlenarten sowie bodenorientierten Panzerwelsen und Harnischwelsen. Aufgrund der Hektik und Schnelligkeit der Tiere sollten sie jedoch nicht mit extrem ruhigen, scheuen oder langsam fressenden Arten wie Zwergfadenfischen oder Skalaren gepflegt werden, da diese durch die permanenten Sprints gestresst und bei der Fütterung zu kurz kommen würden. Größere Zwerggarnelen wie Amanogarnelen werden ignoriert, während winzige Minigarnelen im Freiwasser als Lebendfutter enden können.

Ernährung & Fütterung

Als klassischer Allesfresser mit einer ausgeprägten Vorliebe für fleischliche Kost ist der Fisch bei der Nahrungsaufnahme im Aquarium absolut unkompliziert und nimmt dankbar jedes angebotene Futter an, das in sein relativ kleines, leicht nach oben gerichtetes Maul passt. Hochwertiges Flockenfutter, feines Granulat oder schwimmende Futtertabletten bilden eine solide Basis für die tägliche Ernährung. Um die maximale Vitalität, Lebensfreude und insbesondere die spektakuläre Farbintensität der Männchen dauerhaft zu fördern, sollte der Speiseplan regelmäßig durch hochwertiges Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Daphnien, Cyclops sowie weiße und schwarze Mückenlarven ergänzt werden. Da die Fische ihre Nahrung fast ausschließlich direkt von der Wasseroberfläche oder im Sinken aus dem Freiwasser aufnehmen, sollte maßvoll gefüttert werden.

Zucht & Vermehrung

Die Vermehrung im Aquarium ist ein faszinierendes Unterfangen und gelingt bei einer abwechslungsreichen Fütterung und optimalen Wasserwerten relativ einfach. Da es sich um Dauerlaicher handelt, die über mehrere Tage hinweg täglich einige Eier ablegen und keine Brutpflege betreiben, ist ein separates Zuchtbecken ratsam, wenn man eine größere Anzahl an Jungfischen aufziehen möchte. Für eine gezielte Zucht setzt man ein harmonierendes Paar oder eine kleine Gruppe in ein Becken, das mit einem dicken Büschel aus Javamoos oder künstlichen Laichmöpsen ausgestattet ist. Nach den morgendlichen Paarungsspielen haften die transparenten Eier an den Pflanzenfasern. Da die Elterntiere mäßige Laichräuber sind, sollten die Laichmedien nach einigen Tagen in ein separatres Aufzuchtbecken überführt werden, wo die winzigen Larven nach rund einer Woche schlüpfen und nach dem Freischwimmen mit feinstem Staubfutter, Infusorien und später mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien großgezogen werden.

Gesundheit & typische Probleme

Grundsätzlich gilt Ogilbys Regenbogenfisch als zäher und krankheitsresistenter Pflegling, sofern die Beckenhygiene stimmt. Ein typisches Problem bei Regenbogenfischen ist jedoch die Anfälligkeit für bakterielle Infektionen der Haut (Regenbogenfisch-Geschwüre), die meist durch chronischen Stress infolge von Überbesatz, unpassenden Wasserwerten oder mangelhaften Wasserwechseln ausgelöst werden. Zudem reagieren sie als ausgemachte Freiwasserschwimmer empfindlich auf hohe Keimdichten im Wasser. Wöchentliche Teilwasserwechsel von etwa dreißig bis fünfzig Prozent mit gut temperiertem Frischwasser und eine abwechslungsreiche Kost sind die beste Prophylaxe, um das Immunsystem dieser farbenfrohen Fische dauerhaft stabil zu halten.

Schutzstatus & Verantwortung

Ogilbys Regenbogenfisch unterliegt beim Erwerb im Zoohandel einer ganz besonderen ökologischen und artenschutzrechtlichen Verantwortung. Da die Art ein extrem kleines, isoliertes natürliches Verbreitungsgebiet besitzt und im Handel kaum vertreten ist, sind Nachzuchten von spezialisierten Privatzüchtern von unschätzbarem Wert für die Erhaltung dieser genetischen Reserve außerhalb der Natur. Jeder Halter trägt die moralische Pflicht, das Ökosystem stabil zu halten und die Art nicht willkürlich mit anderen Melanotaenia-Arten zu kreuzen, um Kreuzungen zu vermeiden. Ein Aussetzen dieser tropischen Fische in die mitteleuropäische Natur ist strengstens verboten; den kalten Winter würden sie aufgrund ihrer Herkunft absolut nicht überleben.

IUCN
In der Roten Liste der IUCN wird die Art Melanotaenia ogilbyi aktuell als ungenügende Datengrundlage (Data Deficient) geführt. Dies liegt an den extrem unzugänglichen, dschungelartigen Sumpf- und Flusssystemen im Süden West-Papuas, die eine präzise wissenschaftliche Bestandserfassung erschweren, wenngleich ihre Habitate durch regionale Abholzung potenziell bedroht sind.

CITES
Die Art ist gegenwärtig nicht in den Anhängen des internationalen CITES-Artenschutzübereinkommens gelistet. Es existieren somit weltweit keine globalen Handelsbeschränkungen, behördlichen Exportquoten oder speziellen Zertifikatspflichten für den legalen Kauf oder Verkauf dieser seltenen Regenbogenfische im Zoohandel.

WISIA
Im deutschen wissenschaftlichen Artenschutz-Informationssystem WISIA wird der Ogilbys Regenbogenfisch aktuell nicht als geschützte oder invasive Art mit speziellen Halte- oder Vermarktungsverboten geführt. Der Handel und die Pflege der Nachzuchten sind im europäischen Raum somit vollkommen frei von behördlichen Meldepflichten möglich.

Häufig gestellte Fragen

Wie alt können Ogilbys Regenbogenfische im Aquarium werden?
Diese robusten Fische besitzen eine erstaunlich hohe Lebenserwartung, die viele andere kleinere Salmler oder Bärblinge weit übertrifft. Bei artgerechter Haltung, guter Filterung und abwechslungsreicher Fütterung können sie im Aquarium ein Alter von acht bis zu zehn Jahren erreichen.

Warum findet man diese Art so selten im normalen Zoohandel?
Da Melanotaenia ogilbyi im Vergleich zu Arten wie dem Harlekin-Regenbogenfisch ein farblich dezenteres Silber- und Perlmuttmuster trägt, wird er von großen kommerziellen Züchtereien kaum kultiviert; er wird primär von spezialisierten Enthusiasten in Vereinen erhalten und weitergegeben.

Benötigt dieser Regenbogenfisch zwingend sehr hartes Wasser?
Nein, im Gegensatz zu den Arten aus den Ajamaru-Seen stammt dieser Fisch aus Regenwaldbächen und Sumpfgebieten des Tieflandes, weshalb er mittelhartes, neutrales Wasser bevorzugt und extrem hohe Härtegrade oder stark alkalische Werte gar nicht benötigt.

Fressen Ogilbys Regenbogenfische die Aquarienpflanzen auf?
Nein, überhaupt nicht. Obwohl sie Allesfresser sind, vergreifen sie sich niemals an gesunden Aquarienpflanzen. Sie nutzen das dichte Grün lediglich als Kletter- und Rückzugsort sowie als Sichtschutz während ihrer morgendlichen Balzspiele.

Wie oft sollte man bei diesen Fischen das Wasser wechseln?
Aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber organischen Abfallstoffen und Keimen im Freiwasser empfiehlt sich ein wöchentlicher, konsequenter Teilwasserwechsel von etwa dreißig bis fünfzig Prozent, wobei das Frischwasser zwingend gut temperiert sein muss, um Temperaturschocks zu vermeiden.