Neolamprologus brevis - Gebänderter Schneckenbuntbarsch "Sun Spot"
von Walter Hilgner
Wissenschaftlicher Name
Neolamprologus brevis
Neolamprologus brevis
Familie
Cichlidae (Buntbarsche)
Cichlidae (Buntbarsche)
Ordnung
Cichliformes (Buntbarschartige) / Ovalentaria
Cichliformes (Buntbarschartige) / Ovalentaria
Name
Gebänderter Schneckenbuntbarsch "Sun Spot"
Gebänderter Schneckenbuntbarsch "Sun Spot"
Herkunft
Ostafrika, Tanganjikasee



Ostafrika, Tanganjikasee
Lebensraum
Tanganjikasee; dort endemisch auf sandigen Böden mit leeren Gehäusen der Schnecke Neothauma tanganyicense in 6 bis 60 Metern Tiefe.
Tanganjikasee; dort endemisch auf sandigen Böden mit leeren Gehäusen der Schnecke Neothauma tanganyicense in 6 bis 60 Metern Tiefe.
Ernährung
Carnivor ; ernährt sich von kleinem Lebendfutter, Frostfutter (Artemia, Daphnien, Mückenlarven) und feinem Granulat.
Carnivor ; ernährt sich von kleinem Lebendfutter, Frostfutter (Artemia, Daphnien, Mückenlarven) und feinem Granulat.
Größe
Männchen bis zu 6 cm, Weibchen bis zu 4 cm
Männchen bis zu 6 cm, Weibchen bis zu 4 cm
Lebenserwartung
ca. 5 bis 8 Jahre bei guter Pflege
ca. 5 bis 8 Jahre bei guter Pflege
Temperatur
24 °C - 27 °C
24 °C - 27 °C
pH-Wert
7,5 - 9,0 (leicht alkalisch)
7,5 - 9,0 (leicht alkalisch)
Gesamthärte
10 °dH - 20 °dGH (mittelhart bis hart)
10 °dH - 20 °dGH (mittelhart bis hart)
Karbonathärte
8 °dH - 15 °dKH
8 °dH - 15 °dKH
Haltung
Aquarium: Paarweise oder im Harem; benötigt zwingend feinen Sandboden zum Graben und mindestens ein leeres Schneckenhaus (z.B. von Weinbergschnecken) pro Fisch. Aquariengröße ab 60 Litern für ein Paar.
Aquarium: Paarweise oder im Harem; benötigt zwingend feinen Sandboden zum Graben und mindestens ein leeres Schneckenhaus (z.B. von Weinbergschnecken) pro Fisch. Aquariengröße ab 60 Litern für ein Paar.
Schwierigkeitsgrad
Leicht bis mittelschwer
Leicht bis mittelschwer
Sozialverhalten
Territorial und stark revierbildend um das eigene Schneckenhaus herum. Innerartlich robust, das Paar teilt sich jedoch im Gegensatz zu anderen Schneckenbarschen oft ein gemeinsames Schneckenhaus.
Territorial und stark revierbildend um das eigene Schneckenhaus herum. Innerartlich robust, das Paar teilt sich jedoch im Gegensatz zu anderen Schneckenbarschen oft ein gemeinsames Schneckenhaus.
IUCN-Status
Nicht gefährdet (LC / Least Concern)
Nicht gefährdet (LC / Least Concern)
Verbreitungskarte & Fundort
Bei Neolamprologus brevis wachsen die Geschlechter sehr unterschiedlich heran. Männliche Tiere sind immer erheblich größer als weibliche.
Um Zuchtpaare zusammenzustellen, entnimmt man aus einer Gruppe gleichaltriger Schneckenbarsche ein großes und ein kleines Tier und setzt diese in ein separates Aquarium. Das Paar harmoniert in der Regel sofort und bezieht das angebotene Schneckenhaus problemlos. Der Bauch des Weibchens färbt sich vor dem Ablaichen gelb-marmoriert. Den genauen Zeitpunkt des Ablaichens festzustellen ist schwierig. Das Muttertier verlässt das Schneckenhaus nur noch selten. Es empfiehlt sich, die Gehäuse von Weinbergschnecken zu verwenden. Man kann das Entwicklungsstadium des Geleges erkennen, wenn man das Schneckenhaus gegen das Licht hält. Entweder haften die Eier an der Gehäuseschale, oder die frei schwimmenden Jungfische sind zu sehen.
14 Tage nach der Eiabgabe schwärmen die Jungen aus. N. brevis sind keine Kannibalen, sodass es möglich ist, mehrere Generationen im Zuchtbecken zu belassen. Sollen die Nachzuchten in einem separaten Aquarium aufgezogen werden, ist nach oben genannter Methode das Entwicklungsstadium zu ermitteln und die Larven aus dem Schneckenhaus zu schütteln. Wenn kein Dottersack mehr zu sehen ist, werden Artemianauplien gefüttert. Das Aufzuchtbecken muss gut abgedeckt sein, da N. brevis bei Stresssituationen gerne aus dem Aquarium springt.
Ein Paar bewohnt zusammen ein Schneckenhaus. Das Weibchen schwimmt immer zuerst hinein, danach das Männchen. Neolamprologus brevis ist ein friedlicher Artgenosse, der aber bei der Brutpflege vor keinem noch so großen Feind Angst kennt und auch vor der Hand des Pflegers keinen Halt macht.
