Neolamprologus leleupi - Tangajikasee Goldcichlide
Wissenschaftlicher Name
Neolamprologus leleupi
Neolamprologus leleupi
Familie
Cichlidae (Buntbarsche)
Cichlidae (Buntbarsche)
Ordnung
Cichliformes
Cichliformes
Name
Tangajikasee Goldcichlide
Tangajikasee Goldcichlide
Herkunft
Ostafrika, Tangajikasee endemisch



Ostafrika, Tangajikasee endemisch
Lebensraum
Stehende, extrem klare und sauerstoffreiche Gewässer
Stehende, extrem klare und sauerstoffreiche Gewässer
Ernährung
Carnivor
Carnivor
Größe
ca. 10 cm
ca. 10 cm
Lebenserwartung
8 bis 10 Jahre
8 bis 10 Jahre
Temperatur
24 - 26°C
24 - 26°C
pH-Wert
7,8 - 9,0 (strikt alkalisch, der Wert sollte keinesfalls unter 7,5 fallen)
7,8 - 9,0 (strikt alkalisch, der Wert sollte keinesfalls unter 7,5 fallen)
Gesamthärte
9° - 20° dGH
9° - 20° dGH
Karbonathärte
15° - 20° dKH
15° - 20° dKH
Haltung
Aquarium: Wichtig für die Haltung ist vor allem eine hohe Stabilität dieser Werte, da die Fische auf starke Schwankungen empfindlich und mit erhöhtem Aggressionsverhalten reagieren.
Aquarium: Wichtig für die Haltung ist vor allem eine hohe Stabilität dieser Werte, da die Fische auf starke Schwankungen empfindlich und mit erhöhtem Aggressionsverhalten reagieren.
Schwierigkeitsgrad
Fortgeschrittene
Fortgeschrittene
Sozialverhalten
Ausgeprägter Einzelgänger, der stark revierbildend und innerartlich extrem aggressiv ist.
Ausgeprägter Einzelgänger, der stark revierbildend und innerartlich extrem aggressiv ist.
IUCN-Status
Nicht gefährdet (Least Concern - LC)
Nicht gefährdet (Least Concern - LC)
Verbreitungskarte & Fundort
Mit ca. 10 cm Gesamtgröße bleibt der im Tangajikasee endemisch lebende Goldcichlide noch relativ klein. Die Tiere leben dicht über dem zerklüfteten Felsen, um immer schnell genug in Deckung gehen zu können. Dieses Verhalten führen sie auch im Aquarium fort.
Die Tiere sind nicht sehr aggressiv und somit ist eine Haltung auch im Gesellschaftsaquarium möglich, vorausgesetzt, es gibt nicht zu kleine Fische.
Härteres, alkalisches Wasser sollte geboten werden, da saures, zu weiches Wasser den Tieren nicht wirklich bekommt.
Bei der Anschaffung sollte man sich eine kleine Gruppe von 4 - 6 Tieren zulegen, was auch sicherstellt, dass beide Geschlechter vorhanden sind. Wenn die Tiere dann geschlechtsreif werden, wird das Männchen dann sein Revier mit einer Höhle abstecken und die laichbereiten Weibchen einladen.
Unsere Vorgehensweise und Zuchterfahrung von unserem Züchter Walter Hilgner:
Neolamprologus leleupi hat eine ausgeprägte innerartliche Aggression. Setzt man ein "Paar" wahllos zusammen, endet es meist mit dem Tod des Weibchens. Sinnvoll ist es, eine Gruppe von ca. zwölf Tieren großzuziehen und kräftig, vorzugsweise mit gefrorenem Artemia zu füttern. Wenn ein Weibchen Laich angesetzt hat und sich zitternd quer vor ein größeres Männchen stellt, setzen wir beide in ein separates Zuchtbecken. In der Regel laicht das Pärchen in den nächsten Tagen an der Höhlendecke (z. B. Kokusnussschale) ab.
Nach ca. 48 Stunden schlüpfen die Larven und schwimmen nach weiteren zwölf Tagen frei. Gefüttert wird mehrmals täglich mit Artemianauplien. Um eine einwandfreie Färbung zu erzielen, sollte dieses Futter bis zu einer Größe von 4 cm gereicht werden. Zusätzlich füttern wir verschiedene andere Frostfuttersorten. Ein regelmäßiger Wasserwechsel ist ebenfalls erforderlich. Bei schlechter Wasserqualität und falscher Fütterung verblasst die Farbe von Neolamprologus leleupi und die Tiere werden braun.
Nimmt man das Gelege aus dem Zuchtaquarium um es separat aufzuziehen lässt der Brutpflegetrieb nach. Es endet meist damit, dass das Weibchen in zerbissenem Zustand aus dem Becken entfernt werden muss.
Neolamprologus leleupi ist in einem Tanganjikaseeaquarium ein echter Blickfang und ein harmonisches Paar gibt Anlass, regelmäßig das Leben im Aquarium zu beobachten.


