Sahyadria denisonii - Rotstrichhaibarbe
Wissenschaftlicher Name
Sahyadria denisonii (früher als Puntius denisonii oder Labeo denisonii klassifiziert)
Sahyadria denisonii (früher als Puntius denisonii oder Labeo denisonii klassifiziert)
Name
Rotstrichhaibarbe
Rotstrichhaibarbe
Familie
Cyprinidae (Karpfenfische)
Cyprinidae (Karpfenfische)
Ordnung
Cypriniformes (Karpfenartige)
Cypriniformes (Karpfenartige)
Herkunft
Indien
(Karnataka und Kerala)
Indien
Lebensraum
Schnell fließende, sauerstoffreiche Gebirgsbäche und Flüsse mit dichter Randbepflanzung
Schnell fließende, sauerstoffreiche Gebirgsbäche und Flüsse mit dichter Randbepflanzung
Ernährung
Omnivor (Allesfresser: Algen, Kleinkrebse, Insektenlarven, hochwertiges Flockenfutter und Frostfutter)
Omnivor (Allesfresser: Algen, Kleinkrebse, Insektenlarven, hochwertiges Flockenfutter und Frostfutter)
Größe
ca. 15 cm
ca. 15 cm
Lebenserwartung
5 bis 8 Jahre
5 bis 8 Jahre
Temperatur
22°C - 26°C (bevorzugt eher kühleres, strömungsreiches Wasser)
22°C - 26°C (bevorzugt eher kühleres, strömungsreiches Wasser)
pH-Wert
6,5 - 7,5
6,5 - 7,5
Gesamthärte
5° dGH - 15° dGH
5° dGH - 15° dGH
Karbonathärte
3° dKH - 10° dKH
3° dKH - 10° dKH
Haltung
Großes Aquarium (ab 150 cm Kantenlänge / 300 - 450 Liter) mit starker Strömung, hoher Sauerstoffsättigung und absolut ausbruchsicherer Abdeckung (sehr gute Springer).
Großes Aquarium (ab 150 cm Kantenlänge / 300 - 450 Liter) mit starker Strömung, hoher Sauerstoffsättigung und absolut ausbruchsicherer Abdeckung (sehr gute Springer).
Schwierigkeitsgrad
Fortgeschritten (aufgrund der enormen Schwimmfreude, Schreckhaftigkeit und hohen Ansprüchen an die Wasserqualität).
Fortgeschritten (aufgrund der enormen Schwimmfreude, Schreckhaftigkeit und hohen Ansprüchen an die Wasserqualität).
Sozialverhalten
Sehr aktiver, friedlicher Schwarmfisch, der zwingend in einer Gruppe ab mindestens 6 - 10 Tieren gehalten werden muss.
Sehr aktiver, friedlicher Schwarmfisch, der zwingend in einer Gruppe ab mindestens 6 - 10 Tieren gehalten werden muss.
IUCN-Status
Stark gefährdet (Endangered) wegen massiver Überfischung für den Aquarienhandel im Wildfanggebiet.
Stark gefährdet (Endangered) wegen massiver Überfischung für den Aquarienhandel im Wildfanggebiet.
Verbreitungskarte & Fundort
Die wissenschaftlich korrekte Bezeichnung für diese elegante Barbe lautet Sahyadria denisonii, wobei sie in der Aquaristik und älteren Fachliteratur noch sehr häufig unter ihrem ursprünglichen Namen Puntius denisonii oder Barbus denisonii geführt wird. Der Artname wurde zu Ehren von Sir William Thomas Denison vergeben, der im neunzehnten Jahrhundert als Gouverneur in Indien tätig war. Aufgrund ihrer markanten, pfeilschnellen Optik und ihrer Herkunft wird sie im deutschsprachigen Raum meist als Denisonbarbe oder auch als Rotstreifenbarbe bezeichnet.
Optik & Verhalten
Mit einer maximalen Endgröße von bis zu fünfzehn Zentimetern gehört dieser Fisch zu den stattlicheren Vertretern der Barbenverwandten. Ihr Körper ist extrem langgestreckt, torpedoförmig und hydrodynamisch perfekt an ein Leben in strömungsreichen Gewässern angepasst. Die Grundfarbe des Rückens ist ein glänzendes Olivsilber, während der Bauch weißlich schimmert. Das optische Highlight ist die Zeichnung der Flanken: Ein tiefschwarzer Längsstreifen verläuft von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzwurzel. Direkt darüber befindet sich im vorderen Körperdrittel ein leuchtend roter, fast neonartig strahlender Streifen, der dem Fisch sein charakteristisches Aussehen verleiht. Die Spitzen der gegabelten Schwanzflosse sind zudem mit leuchtend gelben und schwarzen Flecken gemustert. Das Verhalten der Denisonbarbe ist unermüdlich aktiv, schwimmfreudig und absolut friedlich. Sie sind dauerhaft in Bewegung und ziehen am liebsten in einem eng koordinierten Gruppenverband durch die mittleren Wasserzonen.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Die Denisonbarbe ist ein Endemit des südwestlichen Indiens und kommt dort ausschließlich in den Bundesstaaten Kerala und Karnataka vor. Ihr natürlicher Lebensraum erstreckt sich über die schnell fließenden Gebirgsbäche und Flüsse der Westghaten-Berge. Diese Gewässer zeichnen sich durch extrem klares, sauberes und sauerstoffreiches Wasser aus, das oft über felsigen oder sandigen Grund strömt. Die Uferbereiche dieser Flüsse sind meist dicht bewaldet, wodurch schattige Zonen mit kühleren Wassertemperaturen entstehen, in denen sich die Barben in großen Schwärmen zwischen Felsspalten und Wurzeln aufhalten.
Artgerechte Haltung im Aquarium
Aufgrund ihrer beträchtlichen Endgröße und ihres extrem ausgeprägten Bewegungsdrangs ist die Denisonbarbe absolut nicht für kleine Aquarien geeignet. Ein Becken mit einer Mindestkantenlänge von einhundertfünfzig Zentimetern – besser noch zweihundert Zentimetern – und einem Volumen ab vierhundert Litern ist die biologische Grundvoraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Haltung. Die Fische gelten als mäßig anspruchsvoll, reagieren jedoch sehr empfindlich auf organische Wasserbelastungen oder einen Mangel an gelöstem Sauerstoff. Sie benötigen ein stabiles biologisches System und sind daher keine Fische für die Erstbepflanzung eines neuen Aquariums.
Aquarium-Einrichtung
Die Aquariengestaltung muss primär dem enormen Schwimmbedürfnis der Torpedobarbe Rechnung tragen. Das bedeutet, dass der mittlere und vordere Beckenbereich vollkommen frei von blockierenden Dekorationen bleiben muss. Im Hintergrund und an den Seitenflächen sorgt eine robuste Randbepflanzung mit hochwachsenden Pflanzen wie Vallisnerien oder großen Echinodorus-Arten für die nötigen Ruhe- und Rückzugszonen. Der Bodengrund sollte aus feinem, abgerundetem Sand oder dunklem Kies bestehen. Große, glatte Flusssteine und schwere, gut verankerte Moorkienwurzeln imitieren den natürlichen Charakter eines indischen Bergbaches und bieten Struktur. Da die agilen Fische bei Erschrecken oder während schneller Verfolgungsjagden extrem hoch springen können, muss das Aquarium absolut lückenlos und sicher abgedeckt sein.
Wasserwerte & Technik
Die technischen Komponenten müssen auf die Bedürfnisse von Fließgewässerfischen abgestimmt sein. Ein leistungsstarker Außenfilter ist unverzichtbar, um eine exzellente mechanische und biologische Reinigung zu garantieren. Eine zusätzliche Strömungspumpe oder ein starker Filterauslass erzeugt die von den Barben geliebte, kräftige Wasserbewegung und sorgt gleichzeitig für eine optimale Sauerstoffsättigung des Wassers. Die Wassertemperatur sollte im eher moderaten und für Tropenfische kühleren Bereich zwischen zweiundzwanzig und fünfundzwanzig Grad Celsius liegen; dauerhafte Werte über sechsundzwanzig Grad schwächen das Immunsystem der Tiere spürbar. Der pH-Wert bewegt sich idealerweise im neutralen Bereich zwischen 6,5 und 7,8, während die Gesamthärte von weich bis mittelhart im Spektrum zwischen fünf und fünfzehn Grad deutscher Härte liegen darf.
Gruppenhaltung & Sozialverhalten
Die Denisonbarbe ist ein ausgesprochener Gruppenfisch, der seine innere Sicherheit und sein natürliches Verhalten ausschließlich im Verbund mit Artgenossen entfaltet. Eine Einzel- oder Paarhaltung ist Tierquälerei und führt zu scheuen, verkümmerten und dauerhaft gestressten Fischen. Eine Gruppe von mindestens sechs bis acht Tieren bildet die absolute Untergrenze für das Wohlbefinden. Richtig eindrucksvoll und artgerecht wird die Haltung jedoch erst in größeren Aquarien ab zehn bis fünfzehn Individuen, da die Barben dann ein faszinierendes, synchrones Schwarmverhalten zeigen. Untereinander verhalten sich die Tiere absolut friedlich, flinke Scheingefechte innerhalb der Gruppe dienen lediglich der Festlegung einer lockeren Rangordnung.
Vergesellschaftung mit anderen Arten
Als diese Barben erstmals in sehr kleinen Stückzahlen Mitte der 90er Jahre aus Indien kamen, war noch nicht abzusehen, welchen Markt sich diese Tiere noch erobern würden.
Die Tiere leben endemisch in Indien und dort in den Bundesstaaten Karnataka und Kerala. Die Tiere wurden dort in den Flüssen Chandragiri (Biju 2005, Kurup et al. 2004), Valapatanam (Biju 2005), Karyangod (Kurup and Radhakrishnan 2006), Chaliyar (Shaji et al. 2000), Kuttiyadi (R. Raghavan and A. Ali pers.obs.), Bharatapuzha (Kurup et al. 2004), Sullya (R. Raghavan and A. Ali pers.comm), Kuppam, Iritti, Anjarakandipuzha und Bhavani River in Chavadiar (Mercy 2010; A. Gopalakrishnan pers. comm.) nachgewiesen.
Die Tiere, die in kleinen Mengen kamen, waren in der Regel fast ausgewachsen und sehr dünn gepackt, was die Kosten der Tiere in die Höhe schnellen ließ. Schnell hatten die indischen Exporteure die Bedeutung dieser Tiere für die Aquaristik erkannt und man versuchte, kleinere Tiere, die auch besser zu transportieren sind, zu fangen. Das gelang und die ganze Welt wollte diese Tiere haben. Die Nachfrage nach diesen Tieren war auf einmal sehr groß, was auch zu einem Rückgang der Population beitrug.
Schnell haben sich auch einige Profis der Tiere angenommen und es gelang, mittels hormoneller Stimulation diese Tiere in kleinem Umfang zu vermehren. Die daraus entstandenen Populationen lassen sich heute, ohne hormonelle Stimulation, problemlos in Mengen vermehren. Nun ist die weltweite Versorgung mit diesen Tieren durch Nachzuchten gesichert und die Naturentnahme der Tiere in Indien hat sich auf ein nicht bedrohendes Minimum für die Population reduziert.
Wir bekommen unsere Tiere direkt vom Züchter und haben uns somit unseren Bestand gesichert. Die Tiere erreichen uns in einer Größe von ca. 3 - 5 cm, in der Regel in einem sehr guten Zustand, lassen sich sehr gut eingewöhnen und machen dann auch beim weiteren Versand keine nennenswerten Probleme bei unseren Kunden.
Wenn Sie sich für diese Tiere interessieren, greifen Sie auf Nachzuchten zurück. Halten Sie die Tiere (bei Jungtieren) in einer kleinen Gruppe in Aquarien von wenigstens 100 cm Seitenlänge. Die Tiere lassen sich mit allem handelsüblichen Futter, wie Flockenfutter, Granulat, Frost- und Lebendfutter, füttern und stellen an die Wasserbeschaffenheit keine besonderen Ansprüche.
Dank ihres absolut friedfertigen und toleranten Charakters lässt sich die Denisonbarbe hervorragend vergesellschaften. Ideale Mitbewohner sind andere friedliche Fische, die ähnliche Ansprüche an Strömung und kühlere Temperaturen stellen. Hierzu zählen größere Bärblinge, asiatische Schmerlen wie die Netzschmerle oder friedliche Prachtbarben. Auch eine Kombination mit größeren Harnischwelsen oder Fächergarnelen funktioniert in einem gut durchströmten Becken problemlos. Nicht vergesellschaftet werden sollten sie hingegen mit extrem ruhigen, fadenförmigen oder scheuen Fischen wie Skalaren oder Fadenfischen, da diese durch die permanente, quirlige Dynamik der Denisonbarben massiv gestresst und beim Füttern unterdrückt werden würden.Die Tiere leben endemisch in Indien und dort in den Bundesstaaten Karnataka und Kerala. Die Tiere wurden dort in den Flüssen Chandragiri (Biju 2005, Kurup et al. 2004), Valapatanam (Biju 2005), Karyangod (Kurup and Radhakrishnan 2006), Chaliyar (Shaji et al. 2000), Kuttiyadi (R. Raghavan and A. Ali pers.obs.), Bharatapuzha (Kurup et al. 2004), Sullya (R. Raghavan and A. Ali pers.comm), Kuppam, Iritti, Anjarakandipuzha und Bhavani River in Chavadiar (Mercy 2010; A. Gopalakrishnan pers. comm.) nachgewiesen.
Die Tiere, die in kleinen Mengen kamen, waren in der Regel fast ausgewachsen und sehr dünn gepackt, was die Kosten der Tiere in die Höhe schnellen ließ. Schnell hatten die indischen Exporteure die Bedeutung dieser Tiere für die Aquaristik erkannt und man versuchte, kleinere Tiere, die auch besser zu transportieren sind, zu fangen. Das gelang und die ganze Welt wollte diese Tiere haben. Die Nachfrage nach diesen Tieren war auf einmal sehr groß, was auch zu einem Rückgang der Population beitrug.
Schnell haben sich auch einige Profis der Tiere angenommen und es gelang, mittels hormoneller Stimulation diese Tiere in kleinem Umfang zu vermehren. Die daraus entstandenen Populationen lassen sich heute, ohne hormonelle Stimulation, problemlos in Mengen vermehren. Nun ist die weltweite Versorgung mit diesen Tieren durch Nachzuchten gesichert und die Naturentnahme der Tiere in Indien hat sich auf ein nicht bedrohendes Minimum für die Population reduziert.
Wir bekommen unsere Tiere direkt vom Züchter und haben uns somit unseren Bestand gesichert. Die Tiere erreichen uns in einer Größe von ca. 3 - 5 cm, in der Regel in einem sehr guten Zustand, lassen sich sehr gut eingewöhnen und machen dann auch beim weiteren Versand keine nennenswerten Probleme bei unseren Kunden.
Wenn Sie sich für diese Tiere interessieren, greifen Sie auf Nachzuchten zurück. Halten Sie die Tiere (bei Jungtieren) in einer kleinen Gruppe in Aquarien von wenigstens 100 cm Seitenlänge. Die Tiere lassen sich mit allem handelsüblichen Futter, wie Flockenfutter, Granulat, Frost- und Lebendfutter, füttern und stellen an die Wasserbeschaffenheit keine besonderen Ansprüche.
Ernährung & Fütterung
In ihren Heimatflüssen ernähren sich die Fische omnivor von Wirbellosen, kleinen Insektenlarven, Kleinkrebsen sowie organischem Aufwuchs und Algenpartikeln. Im Aquarium erweisen sie sich als gierige und unkomplizierte Allesfresser. Sie nehmen hochwertiges Flockenfutter und Granulate problemlos an, wobei man darauf achten sollte, dass das Futter nicht zu schnell zu Boden sinkt, da sie es bevorzugt im freien Wasser schnappen. Für eine vitale Gesundheit und eine maximale Intensität des roten Flankenstreifens ist eine regelmäßige Fütterung mit Frost- und Lebendfutter Pflicht. Artemia, Mysis, Krill, Daphnien und schwarze Mückenlarven sind ideale Energielieferanten. Auch pflanzliche Kost in Form von Spirulina-Flocken sollte regelmäßig gereicht werden.
Zucht & Vermehrung
Die gezielte Vermehrung der Denisonbarbe im privaten Heimaquarium gilt als extrem schwierig und ist bis heute ein seltenes Zufallsergebnis geblieben. Da die Fische Freilaicher sind, die in großen Schwärmen über kiesigem Grund ablaichen, sind die Auslöser für das Paarungsverhalten im Aquarium schwer nachzustellen. In der professionellen Zierfischzucht in Südostasien werden die Tiere heute in großen Teichanlagen oder mithilfe von Hormonstimulation vermehrt, um den weltweiten Bedarf zu decken. Aus diesem Grund stammen die meisten im Handel angebotenen Fische mittlerweile aus Nachzuchten, was die bedrohten Wildbestände in Indien entlastet.
Gesundheit & typische Probleme
Aufgrund ihrer Robustheit neigen Denisonbarben bei guten Haltungsbedingungen selten zu Krankheiten. Das größte Risiko resultiert aus Sauerstoffmangel oder einer zu hohen Keim- und Nitratbelastung im Wasser, was sich schnell in blassen Farben und einer beschleunigten Kiemenatmung äußert. Unter chronischem Stress oder nach dem Transport neigen sie gelegentlich zum Ausbruch der klassischen Ichthyophthirius-Pünktchenkrankheit. Ein weiteres Problem kann auftreten, wenn die Fische in zu kleinen Becken gehalten werden: Durch den Platzmangel und das Fehlen von Ausweichmöglichkeiten können die Barben bei plötzlichen Erschreckungen panisch gegen die Aquarienscheiben schießen, was zu schweren Verletzungen im Maulbereich führen kann.
Schutzstatus & Verantwortung
IUCN
In der Roten Liste der gefährdeten Arten der IUCN wird die Denisonbarbe aktuell als stark gefährdet (Endangered) eingestuft. Als die Art Ende der 1990er-Jahre für die Aquaristik entdeckt wurde, kam es zu einem massiven, unkontrollierten Fang der Wildpopulationen in Kerala, was die Bestände in der Natur drastisch dezimierte. Hinzu kommt der fortschreitende Verlust ihres Lebensraums durch Umweltverschmutzung und den Bau von Staudämmen. Beim Kauf sollte daher zwingend darauf geachtet werden, ausschließlich zertifizierte Nachzuchten zu erwerben.
CITES
Die Art unterliegt gegenwärtig keinen Handelsbeschränkungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES).
WISIA
Im deutschen Artenschutz-Informationssystem WISIA ist die Denisonbarbe nicht als geschützte oder streng geschützte Art gelistet. Für den privaten Aquarianer bestehen in Deutschland somit keinerlei gesetzliche Dokumentations-, Nachweis- oder Meldepflichten bei den Behörden.
Häufig gestellte Fragen
Warum verblassen die Farben meiner Denisonbarben manchmal?
Ein kurzzeitiges Verblassen des roten und schwarzen Flankenstreifens ist im Regelfall ein direktes Anzeichen für Stress oder Unwohlsein. Dies kann unmittelbar nach dem Einsetzen in ein neues Becken, nach einem großen Wasserwechsel oder bei plötzlicher Unruhe vor dem Aquarium auftreten. Sollten die Farben dauerhaft blass bleiben, überprüfe umgehend die Wassertemperatur und den Sauerstoffgehalt, da die Fische bei zu warmem oder schadstoffreichem Wasser ihre Farbintensität verlieren.
Wie alt können Denisonbarben im Aquarium werden?
Bei artgerechter Haltung in einem ausreichend großen Becken, guter Strömung und einer abwechslungsreichen Ernährung besitzen die dynamischen Barben eine beachtliche Lebenserwartung von acht bis über zehn Jahren. Das Einhalten der kühleren Wohlfühltemperatur unter fünfundzwanzig Grad ist hierfür ein entscheidender Faktor, da zu warmes Wasser ihren Stoffwechsel beschleunigt und die Lebensspanne verkürzt.
Kann man Denisonbarben auch in einem 200-Liter-Becken halten?
Nein, von einer Haltung in Aquarien unter einhundertfünfzig Zentimetern Kantenlänge (ca. 375 bis 400 Liter) wird von Experten und Züchtern dringend abgeraten. Da die Fische eine Endgröße von fünfzehn Zentimetern erreichen und als pfeilschnelle Schwimmer im Schwarm agieren, haben sie in einem kleineren Becken schlichtweg keinen Platz, um ihr natürliches Schwimmverhalten auszuleben. Dies führt unweigerlich zu Kümmerwuchs und Verhaltensstörungen.
Sind Denisonbarben aggressiv gegenüber kleineren Fischen?
Nein, trotz ihrer stattlichen Größe und ihrer enormen Dynamik sind Denisonbarben vom Wesen her absolut friedfertig und zeigen keinerlei räuberischen Absichten gegenüber kleineren Beckenbewohnern wie Neonsalmlern. Allerdings können sehr kleine, extrem scheue Fische durch die schiere Hektik und Schnelligkeit der Barben beim Füttern verängstigt werden, weshalb die Mitbewohner charakterlich gut zu den agilen Barben passen sollten.
Woran erkennt man die Geschlechter bei den Barben?
Die Geschlechterunterscheidung ist bei dieser Art extrem schwierig und mit bloßem Auge fast unmöglich. Es gibt keine dauerhaften farblichen Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen. Bei vollkommen ausgewachsenen, geschlechtsreifen Tieren zeigt sich das Weibchen in der Regel etwas korpulenter, runder und fülliger in der Bauchpartie, während die Männchen zeitlebens ein Stück schlanker und minimal windschnittiger wirken.
