Pseudomugil ivantsoffi - Ivantsoffs Blauauge

Pseudomugil ivantsoffi - Ivantsoff Blauauge
 
Pseudomugil ivantsoffi

Wissenschaftlicher Name
Pseudomugil ivantsoffi (Allen & Renyaan, 1999)
Familie
Pseudomugilidae (Blauaugen)
Ordnung
Atheriniformes (Ährenfischartige)
Name
Ivantsoffs Blauauge (auch: Rotflossen-Blauauge oder Timika-Blauauge)
Herkunft
West-Papua, Region Timika-Tembagapura / Irian Jaya (Indonesien Indonesia), Insel Neuguinea Papua new Guinea
Lebensraum
Dicht beschattete, flache und langsam fließende Regenwaldbäche mit sandig-kiesigem Boden und Falllaub.
Ernährung
Carnivor (Fleischfresser) / Omnivor (Allesfresser); Bevorzugt feines Lebend- und Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien sowie feines Mikrogranulat.
Größe
ca. 3 - 4 cm (Männchen bleiben etwas schlanker, haben aber deutlich größere, farbintensive Flossen)
Lebenserwartung
2 bis 4 Jahre
Temperatur
24°C - 28°C (Toleranzbereich: 22°C - 30°C)
pH-Wert
6,5 - 7,8 (bevorzugt leicht sauer bis neutral)
Gesamthärte
5° dGH - 15° dGH (weiches bis mittelhartes Wasser)
Karbonathärte
1° dKH - 6 °dKH
Haltung
Aquarium ab 60 cm Kantenlänge (ca. 54 - 60 Liter); gut bepflanzte Randbereiche, feiner Bodengrund, Schwimmpflanzen und eine sanfte, moderate Strömung.
Schwierigkeitsgrad
Für fortgeschrittene Anfänger / Mittelschwer (reagiert empfindlich auf schwankende Wasserwerte und benötigt sehr feines Futter).
Sozialverhalten
Friedlicher Schwarm- und Gruppenfisch (Haltung in Gruppen von mindestens 8 - 10 Tieren empfohlen; Männchen zeigen untereinander harmloses Balz- und Imponierverhalten).
IUCN-Status
Stark gefährdet (EN / Endangered); die Wildpopulationen sind durch lokale Entwaldung und Bergbauaktivitäten in ihrem stark begrenzten Lebensraum akut bedroht. Aquariennachzuchten sind daher besonders wichtig.
Verbreitungskarte & Fundort
Unter der wissenschaftlichen Bezeichnung Pseudomugil ivantsoffi verbirgt sich eine der filigransten, seltensten und zugleich faszinierendsten Kostbarkeiten aus der Familie der Blauaugen. Im deutschen Sprachraum ist dieser winzige Freiwasserschwimmer als Ivantsoffs Blauauge bekannt. Seinen wissenschaftlichen Artnamen verdankt er dem bedeutenden australischen Ichthyologen Walter Ivantsoff, der sich zeitlebens unermüdlich um die Erforschung und Systematik der Ährenfischartigen verdient gemacht hat. Diese Art stellt eine absolute Besonderheit dar und wird aufgrund ihres begrenzten Vorkommens fast ausschließlich von spezialisierten Züchtern gepflegt und erhalten.

Optik & Verhalten

Das äußere Erscheinungsbild dieses winzigen Fisches grenzt an ein aquaristisches Kunstwerk im Miniaturformat. Der schlanke, langgestreckte und fast transparente Körper besitzt eine zarte, bläulich-silberne bis olivfarbene Grundtönung, durch die die Wirbelsäule leicht durchschimmert. Das unbestrittene Markenzeichen der Gattung sind die leuchtend neonblauen Augen, die wie kleine Edelsteine im Kopf der Fische funkeln. Den absoluten ästhetischen Höhepunkt bilden jedoch die unpaaren Flossen der geschlechtsreifen Männchen: Die zweigeteilte Rückenflosse sowie die Afterflosse sind stark vergrößert, segelartig ausgezogen und in den intensivsten Nuancen von leuchtendem Orange, Ziegelrot und Schwarz gemustert. Mit einer maximalen Endgröße von gerade einmal dreieinhalb bis vier Zentimetern bei den Männchen – während die Weibchen meist noch ein Stück kleiner und unauffälliger transparent-blass bleiben – gehören sie zu den echten Zwergen unter den Ährenfischartigen. Ihr Verhalten lässt sich am besten als unheimlich lebhaft, friedfertig und temperamentvoll beschreiben. Sie sind unermüdliche Dauerschwimmer der mittleren und oberen Wasserregionen, die permanent im Trupp agieren, wobei die Männchen in den frühen Morgenstunden atemberaubende Imponiertänze aufführen, bei denen sie ihre segelartigen Flossen wie Schmetterlingsflügel aufstellen und umeinander kreisen.

Natürlicher Lebensraum & Herkunft

Die Heimat von Ivantsoffs Blauauge ist geografisch extrem limitiert und liegt in den tropischen Tieflandregionen im Süden von West-Papua (Indonesien). Dort bewohnt die Art endemisch ein sehr kleines, isoliertes Verbreitungsgebiet, das sich vor allem über die Einzugsgebiete des Iwaka-Flusses und des Ajkwa-Flusses erstreckt. Ihr natürliches Habitat besteht vorzugsweise aus klaren, sauerstoffreichen Regenwaldbächen, langsam fließenden Flussarmen und sumpfigen Gewässerabschnitten, die tief durch den unberührten Dschungel führen. Ein ganz typisches ökologisches Merkmal ihres Lebensraumes ist die dichte Überdachung durch das tropische Blätterdach, wodurch das Wasser schattig und angenehm temperiert bleibt und der sandig-kiesige Gewässerboden oft tiefgründig mit einer Schicht aus herabgefallendem Laub, Moosen und dichten Wurzelsystemen bedeckt ist.

Artgerechte Haltung im Aquarium

Aufgrund ihrer winzigen Ausmaße, ihrer Agilität und ihres ausgeprägten Schwarmverhaltens stellt die Art klare Ansprüche an die Dimensionen des Beckens, weshalb eine dauerhafte Haltung in zu kleinen Nano-Aquarien unter sechzig Litern absolut nicht artgerecht ist. Ein passendes Zuhause erfordert aufgrund des permanenten Bewegungsdrangs zwingend eine großzügige Kantenlänge, weshalb das Beckenvolumen mindestens sechzig bis achtzig Liter oder eine reine Kantenlänge ab sechzig, besser achtzig Zentimetern aufweisen sollte. Die Fische gelten als erfreulich anpassungsfähig, verlangen jedoch nach einer hohen Konstanz der Wasserqualität und reagieren empfindlich auf plötzliche Veränderungen. Eine absolut lückenlos schließende Aquarienabdeckung ist eine lebenswichtige Grundvoraussetzung; da die Tiere bevorzugt direkt unter der Wasseroberfläche leben und bei ihren turbulenten Balzspielen sehr agil reagieren, nutzen sie jede kleinste Ritze für fatale Sprünge ins Trockene.

Aquarium-Einrichtung
Bei der Gestaltung des Aquariums muss dem enormen Platzbedarf des Trupps oberste Priorität eingeräumt werden, weshalb man eine kluge Kombination aus freier Rennstrecke und Struktur wählen sollte. Der Bodengrund kann aus feinem, dunklem Sand oder Kies bestehen, auf dem filigrane Moorkienwurzeln platziert werden, die an das natürliche Flussbiotop erinnern. Das gesamte Zentrum des Beckens sollte komplett frei von Dekoration bleiben, um den unermüdlichen Schwimmern eine ununterbrochene Schwimmbahn für ihre Sprints zu bieten. Die Hintergrundzone und die Seitenwände sollten hingegen mit einer sehr dichten, robusten Randbepflanzung aus feinfiedrigen Pflanzen wie Wasserpest, Hornkraut oder dichten Polstern aus Javamoos versehen werden, da diese Pflanzendickichte laichwilligen oder unterdrückten Tieren als Zufluchtsort dienen. Eine dichte Decke aus Schwimmpflanzen ist absolut empfehlenswert, um das Licht effektiv zu dämpfen, da die Fische pralle Sonne meiden und unter diffusem Licht ihr natürlichstes Verhalten zeigen.

Wasserwerte & Technik
In Bezug auf die Wasserchemie erweist sich das Blauauge als dankbarer Pflegling, solange das Wasser sauber, keimarm und gut gefiltert ist. Im Gegensatz zu Arten aus reinen Karstseen bevorzugt Pseudomugil ivantsoffi weiches bis mittelhartes Wasser mit einer Gesamthärte zwischen fünf und fünfzehn Grad. Der pH-Wert sollte sich stabil im leicht sauren bis absolut neutralen Bereich zwischen sechseinhalb und siebenkommafünf einpendeln. Die Wassertemperatur ist optimal im tropischen Bereich zwischen vierundzwanzig und sechsundzwanzig Grad Celsius eingestellt. Technisch empfiehlt sich ein biologisch gut dimensionierter Innen- oder Außenfilter, der für eine exzellente Wasserreinigung sorgt und eine spürbare, moderate Strömung erzeugt, gegen die die agilen Fische leidenschaftlich gerne anschwimmen, da dies ihrer Natur in den heimischen Regenwaldbächen entspricht und die Sauerstoffsättigung hoch hält.

Gruppenhaltung & Sozialverhalten
Ivantsoffs Blauauge ist unmissverständlich ein obligatorischer Gruppen- bzw. Schwarmfisch, dessen hochinteressantes Sozialverhalten zwingend an die Gegenwart einer größeren Zahl von Artgenossen gekoppelt ist und der niemals in Einzel- oder Paarhaltung gepflegt werden darf. Eine artgerechte Haltung darf unter keinen Umständen unter einer Mindeststärke von zehn Individuen stattfinden, wobei das faszinierende Schwarmverhalten erst bei größeren Gruppen ab fünfzehn bis zwanzig Tieren seine vollendete Wirkung entfaltet. Das Geschlechterverhältnis sollte dabei idealerweise einen deutlichen Überschuss an Weibchen aufweisen. Innerhalb dieses Schwarms herrscht ein dynamisches und überaus lebhaftes Miteinander. Es gibt keine echte Revierbildung, aber die geschlechtsreifen Männchen besetzen in den Morgenstunden kleine, temporäre Balzzonen, in denen sie mit maximal gespreizten Flossen umeinander kreisen, um die Weibchen zu beeindrucken, was völlig verletzungsfrei verläuft.

Vergesellschaftung mit anderen Arten

Hans Georg Evers ist ein guter Freund von unserem Lieferant Jeffery in Indonesien und unternimmt, wenn es mal keinen Lockdown gibt, mit Ihm regelmäßig Fangtouren in Indonesien und Neuguinea. Die oftmals erstmals eingeführten Arten werden dann erst einmal in Hamburg vermehrt und dann zur Bestandssicherung für die Aquaristik zur Weiterzucht nach Indonesien geschickt. Wir freuen uns an dieser Stelle ein paar Infos von Ihm zu dem von Ihm dort gefundenen Arten veröffentlichen zu können.

Wer es lieber etwas kleiner mag , aber nicht minder farbenträchtig, der wird an Ogilby´s Regenbogenfisch, Melanotaenia ogilbyi, seine Freude haben. Mit 7cm Gesamtlänge ist diese Art auch schon für Aquarien ab 80cm Kantenlänge geeignet. Hier darf es auch gern weicheres bis mittelhartes Wasser sein. Die Art benötigt etwas mehr Aufmerksamkeit und gedeiht am besten bei guter Wasserpflege (24-26 °C, pH 6,0 – 7,5). Bei den von Aquarium Dietzenbach importierten Tieren handelt es sich um Importe aus der Umgebung der Stadt Timika, im südlichen Neuguinea. In der Natur kommt Melanotaenia ogilbyi zusammen mit dem Ivantsoff Blauauge Pseudomugil ivantsoffi vor. Beide Arten sind friedlich, lassen sich sehr gut miteinander vergesellschaften und leuchten in den schönsten Gelb- und Rottönen. Zur Belebung des Bodengrunds können auch noch kleine Klettergrundeln hinzugesetzt werden. Von den knallbunten Arten der Unterfamilie Sicydiinae hat Aquarium Dietzenbach gleich eine ganze Anzahl von Arten importiert. Die nur etwa 4cm erreichende Sicyopus discordipinnis mit ihrem roten Schwanz und dem metallischen Leuchtstreifen ist eine wahre Augenweide. Es macht großen Spaß, die kleinen Kobolde zwischen den kleinen und großen Flusskieseln zu entdecken. Hier lieben es die Männchen einen kleinen Hochsitz zu besetzen und die Umgebung zu beobachten. Eine strömungsreiche Filterung sollte den kleinen Klettergrundeln unbedingt angeboten werde. Erst dann entfalten sie ihre ganze Lebhaftigkeit.

  1. Melanotaenia ogilbyi
  2. Pseudomugil ivantsoffi
  3. Sicyopus discordipinnis
Dank seines absolut friedfertigen und toleranten Charakters eignet sich dieses Blauauge hervorragend für Gesellschaftsbecken, sofern die Mitbewohner mit seinem quirligen Temperament umgehen können und ähnlich winzig sind. Hervorragende Partner sind andere kleine, friedliche Fische wie kleine Zwergbärblinge, Feuersalmler oder winzige Zwergpanzerwelse, die in anderen Wasserregionen leben. Phänomenal funktioniert auch die Kombination mit Zwerggarnelen wie den beliebten Neocaridina-Arten, da die Welse selbst dem winzigsten Garnelennachwuchs kaum nachstellen können. Zu hektische, aggressive oder sehr große Raubfische müssen konsequent ausgeschlossen werden, da die kleinen Blauaugen aufgrund ihres fehlenden Verteidigungsmechanismus sofort als Lebendfutter enden würden.

Ernährung & Fütterung

Als klassische Allesfresser mit einer ausgeprägten Vorliebe für fleischliche Kost benötigen die Fische eine abwechslungsreiche Nahrung, die jedoch zwingend an ihr winziges Maul angepasst sein muss. Übergroße Futtertabletten oder grobes Granulat können von ihnen nicht bewältigt werden. Sie nehmen dankbar feinstes Staubfutter, zerriebenes Flockenfutter und spezielle Mikro-Granulate an, die langsam zu Boden sinken. Die absolute Vitalität, Lebensfreude und die wunderschöne Flossenfärbung der Tiere fördert man jedoch am besten durch die regelmäßige Gabe von feinstem Lebend- und Frostfutter, wie frisch geschlüpften Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien, Mikrowürmchen oder feinen Fruchtfliegen, die man auf die Wasseroberfläche gibt.

Zucht & Vermehrung

Die Vermehrung im Aquarium ist ein faszinierendes Unterfangen und gelingt bei einer abwechslungsreichen Fütterung und optimalen Wasserwerten relativ einfach. Da es sich um Dauerlaicher handelt, die über mehrere Tage hinweg täglich einige Eier ablegen und keine Brutpflege betreiben, ist ein separates Zuchtbecken ratsam, wenn man eine größere Anzahl an Jungfischen aufziehen möchte. Für eine gezielte Zucht setzt man ein harmonierendes Paar oder eine kleine Gruppe in ein Becken, das mit einem dicken Büschel aus Javamoos oder künstlichen Laichmöpsen ausgestattet ist. Nach den morgendlichen Paarungsspielen haften die transparenten Eier an den Pflanzenfasern. Da die Elterntiere mäßige Laichräuber sind, sollten die Laichmedien nach einigen Tagen in ein separates Aufzuchtbecken überführt werden, wo die winzigen Larven nach rund einer Woche schlüpfen und nach dem Freischwimmen mit feinstem Staubfutter, Infusorien und später mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien großgezogen werden.

Gesundheit & typische Probleme

Grundsätzlich gilt Ivantsoffs Blauauge als robuster Pflegling, sofern die Beckenhygiene stimmt. Aufgrund seiner geringen Körpermasse hat er jedoch bei Krankheitsausbrüchen nur wenig zuzusetzen. Typische Probleme sind die Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthirius) oder bakterielle Infektionen, die meist durch Stress infolge falscher Vergesellschaftung oder mangelhafter Wasserqualität ausgelöst werden. Zudem reagieren sie als ausgemachte Freiwasserschwimmer empfindlich auf hohe Keimdichten im Wasser. Wöchentliche Teilwasserwechsel von etwa dreißig bis fünfzig Prozent mit gut temperiertem Frischwasser und eine abwechslungsreiche Kost sowie der Einsatz von Seemandelbaumblättern zur sanften Desinfektion stärken das Immunsystem der kleinen Fische effektiv.

Schutzstatus & Verantwortung

Ivantsoffs Blauauge unterliegt beim Erwerb im Zoohandel einer ganz besonderen ökologischen und artenschutzrechtlichen Verantwortung. Da die Art ein extrem kleines, isoliertes natürliches Verbreitungsgebiet besitzt und im Handel kaum vertreten ist, sind Nachzuchten von spezialisierten Privatzüchtern von unschätzbarem Wert für die Erhaltung dieser genetischen Reserve außerhalb der Natur. Jeder Halter trägt die moralische Pflicht, das Ökosystem stabil zu halten und die Art nicht willkürlich mit anderen Pseudomugil-Arten zu kreuzen, um Kreuzungen zu vermeiden. Ein Aussetzen dieser tropischen Fische in die mitteleuropäische Natur ist strengstens verboten; den kalten Winter würden sie aufgrund ihrer Herkunft absolut nicht überleben.

IUCN
In der Roten Liste der IUCN wird die Art Pseudomugil ivantsoffi aktuell als ungenügende Datengrundlage (Data Deficient) geführt. Dies liegt an den extrem unzugänglichen, dschungelartigen Sumpf- und Flusssystemen im Süden West-Papuas, die eine präzise wissenschaftliche Bestandserfassung erschweren, wenngleich ihre Habitate durch regionale Abholzung und Minenabfälle potenziell bedroht sind.

CITES
Die Art ist gegenwärtig nicht in den Anhängen des internationalen CITES-Artenschutzübereinkommens gelistet. Es existieren somit weltweit keine globalen Handelsbeschränkungen, behördlichen Exportquoten oder speziellen Zertifikatspflichten für den legalen Kauf oder Verkauf dieser seltenen Blauaugen im Zoohandel.

WISIA
Im deutschen wissenschaftlichen Artenschutz-Informationssystem WISIA wird das Ivantsoffs Blauauge aktuell nicht als geschützte oder invasive Art mit speziellen Halte- oder Vermarktungsverboten geführt. Der Handel und die Pflege der Nachzuchten sind im europäischen Raum somit vollkommen frei von behördlichen Meldepflichten möglich.

Häufig gestellte Fragen

Wie alt können Ivantsoffs Blauaugen im Aquarium werden?
Die Lebenserwartung dieser winzigen Ährenfischartigen ist aufgrund ihres permanenten, schnellen Stoffwechsels und ihrer ununterbrochenen Aktivität vergleichsweise kurz bemessen und liegt selbst unter optimalen Haltungsbedingungen im Durchschnitt bei etwa zwei bis maximal drei Jahren.

Warum findet man diese Art so selten im normalen Zoohandel?
Da Pseudomugil ivantsoffi im Vergleich zu bekannteren Arten wie dem Gestreiften Blauauge ein farblich dezenteres Grundmuster trägt und hohe Ansprüche an die Keimarmut stellt, wird er von großen kommerziellen Züchtereien kaum kultiviert; er wird primär von spezialisierten Enthusiasten in Vereinen erhalten und weitergegeben.

Benötigt dieses Blauauge zwingend sehr hartes Wasser?
Nein, im Gegensatz zu den Arten aus reinen Karstseen stammt dieser Fisch aus Regenwaldbächen und Sumpfgebieten des Tieflandes, weshalb er mittelhartes, neutrales Wasser bevorzugt und extrem hohe Härtegrade oder stark alkalische Werte gar nicht benötigt.

Fressen Ivantsoffs Blauaugen die Aquarienpflanzen auf?
Nein, überhaupt nicht. Obwohl sie Allesfresser sind, vergreifen sie sich niemals an gesunden Aquarienpflanzen. Sie nutzen das dichte Grün lediglich als Kletter- und Rückzugsort sowie als Sichtschutz während ihrer morgendlichen Balzspiele.

Wie unterscheide ich Männchen und Weibchen zuverlässig?
Die Geschlechterunterscheidung ist bei dieser Art erfreulich einfach. Die Männchen besitzen leuchtend orange und ziegelrote Farbbänder in den stark vergrößerten Flossen und vollführen imposante Tänze, während die Weibchen komplett transparent-blass, deutlich kleiner und fülliger bleiben.